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⛪ Kirchen und Heiligtümer

Concattedrale di Maria Santissima di Romania

📍 Tropea, Kalabrien · 59/100

In der Kathedrale von Tropea lehnen an einer Wand zwei Fliegerbomben des Zweiten Weltkriegs. Sie fielen 1943 auf die Stadt und explodierten nicht; man entschärfte sie und stellte sie hierher, denn die Tropeaner schrieben die Rettung der Madonna von Romania zu, ihrer Patronin. Es ist ein Votivgeschenk von der Größe eines Menschen, und viele davon gibt es in Italien nicht.

Sehenswertes

Die Kirche bauten die Normannen im zwölften Jahrhundert, aus Quadern von gelbem Tuff und Lavastein, die dem Mauerwerk eine warme, gestreifte Farbe geben. Im siebzehnten Jahrhundert wurde sie verlängert und barockisiert, dann beschädigten Erdbeben sie mehrfach, und die Restaurierungen haben ihr das normannische Aussehen der drei Schiffe zurückgegeben.

Das verehrte Bild ist die Ikone der Jungfrau von Romania, also des östlichen Rom: eine byzantinische Tafel, über die Seewege des Mittelmeers hierhergelangt, wie viele im Süden Italiens. In der Kirche wird auch ein dunkles hölzernes Kruzifix großer Volksfrömmigkeit bewahrt.

Der Besuch

Die Kathedrale liegt in der Altstadt, auf dem Felsen, fünf Minuten vom Aussichtspunkt über die Isola Bella; Eintritt frei, mittags und während der Gottesdienste geschlossen. Zwanzig Minuten.

Tipp der Redaktion

Sehen Sie die beiden Bomben an und treten Sie dann auf die natürliche Terrasse der Stadt: unten das Meer, gegenüber der Fels mit dem Heiligtum, und rechts sieht man an klaren Tagen den Stromboli am Horizont rauchen. Tropea besichtigt man in einer halben Stunde, doch es ist dieser Übergang vom Dunkel der Kirche zum Licht über der Klippe, der bleibt.

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