Die Kirche San Mauro, auch als Basilika bekannt, ist die Pfarrkirche von Casoria im Erzbistum Neapel. Ein dem Abt heiligen Maurus geweihter Kultort ist seit dem späten Mittelalter bezeugt: Die ersten Erwähnungen stammen von 1092.
Sehenswertes
Die Arbeiten zum Neubau der Pfarrkirche begannen zu Beginn des 17. Jahrhunderts und endeten 1621; die monumentale Fassade entstand im Lauf des 19. Jahrhunderts. Sie ist nach Nordwesten gerichtet und durch ein Gesims in zwei von Lisenen gegliederte Register geteilt: unten das Hauptportal, bekrönt von einem kleinen geschwungenen Giebel, und zwei Seiteneingänge mit Rundbildern, die Halbbüsten enthalten; oben ein breites Fenster, zwei Nischen mit Statuen und ein weiteres Rundbild mit einer Büste, unter dem dreieckigen Giebel. Daneben erhebt sich auf einem hohen, schräg anlaufenden Sockel der quadratische Glockenturm, dessen Glockenstube auf jeder Seite ein rundbogiges Einzelfenster zwischen Doppellisenen hat.
Das Innere ist ein lateinisches Kreuz mit Querhaus, mit einem einzigen breiten Schiff, an dem zehn Seitenkapellen liegen. Zu den wertvollen Werken zählen drei Gemälde von Domenico Antonio Vaccaro aus den Dreißiger- und Vierzigerjahren des 18. Jahrhunderts: die Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Maurus und Januarius, die Heimsuchung und die Unbefleckte Empfängnis. An der Decke erzählen drei Leinwände von Pietro di Martino vom heiligen Maurus: seine Glorie, die Rettung des Placidus aus dem Wasser, die Heilung eines Sterbenden. Dazu kommen ein Baptisterium aus vielfarbigen Marmorsorten des 18. Jahrhunderts, ein Altarbild der Madonna von Monserrat von Giovan Vincenzo D'Onofrio, genannt il Forlì, aus dem Molise, vom Ende des 16. Jahrhunderts, ein Bild der heiligen Anna mit dem Marienkind und den Heiligen Maurus und Philipp Neri, 1805 von Angelo Mozzillo gemalt, und eine 1690 erbaute Orgel.
Der Besuch
Die Kirche ist die Pfarrkirche von Casoria; Öffnungszeiten und Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht, sie sind bei der Pfarrei zu erfragen. Sie wurde mit Dekret vom 5. Januar 1999 in den Rang einer Basilica minor erhoben, und im Jahr darauf, 2000, entstand das neue Hauptportal. Zum Komplex gehört das Oratorium der Arciconfraternita di Santa Maria della Pietà e del Buon Consiglio mit mehreren Kunstwerken, und die Kirche bewahrt die Reliquien des Stadtpatrons.
Tipp der Redaktion
Suchen Sie im Inneren die ältesten Stadtwappen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Sie zeigen ein goldenes Haus, die «casa aurea», von der der Name Casoria der Überlieferung nach stammt. Eine andere, problematischere Hypothese führt ihn auf eine «Casa Mauri» zurück, also auf den Titelheiligen selbst.






