Sehenswürdigkeiten · Giugliano in Campania

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Parco archeologico di Liternum

    Liternum war eine römische Stadt im antiken Kampanien, am Südufer des Patria-Sees nahe der Mündung des Flusses Clanio, im heutigen Ortsteil Lago Patria von Giugliano in Campania; der Archäologische Park bewahrt die Reste von Forum, Kapitol, Basilika und Theater, und die Überlieferung erinnert an ihn als den Ort, an den sich Scipio Africanus zurückzog und wo er starb.

    Sehenswertes

    Die Grabungen haben die Reste von Forum, Kapitol, Basilika und Theater freigelegt. Außerhalb der Stadtmauern wurden die Reste des Amphitheaters und die Nekropole festgestellt, mit dem Großteil der Bestattungen aus der Kaiserzeit. Im Park steht ein Weihaltar für Scipio Africanus, am 15. September 1936 aufgestellt. Der archäologische und naturkundliche Park liegt im Bereich des Naturreservats Foce Volturno-Costa di Licola; der an die Grabungen des Forums angrenzende Naturpark wurde neu gestaltet, mit Wiederherstellung von Pflasterung und Nebenanlagen, und am 5. Mai 2024 eingeweiht. Ein Teil der Funde wird in einem eigenen Saal des Archäologischen Museums der Phlegräischen Felder aufbewahrt.

    Das Gebiet war schon in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt und später von Völkern oskischer Herkunft. Im Jahr 194 v. Chr. wurde hier eine römische Kolonie angelegt, wahrscheinlich von Veteranen des Zweiten Punischen Krieges aus dem Heer des Scipio Africanus, der sich hierher ins Exil zurückzog und 183 v. Chr. starb. Schon die Alten zweifelten, ob er hier oder im Familiengrab in Rom begraben worden war, denn in beiden gab es ein Grabmal von ihm mit Statue; das in Liternum soll die Grabinschrift «Ingrata patria, ne ossa quidem mea habes» getragen haben. Der Überlieferung nach fand man zwischen den Ruinen ein Fragment der Inschrift, auf dem nur «...ta Patria ne...» zu lesen war, und deshalb erhielt der Ort den Namen Patria, und der See wurde Patria-See genannt. Seneca beschrieb die Villa und das Grab des Scipio während seines Aufenthalts in Liternum. Die Stadt entwickelte sich in augusteischer Zeit und vor allem zwischen dem Ende des 1. und dem 2. Jahrhundert n. Chr., dank der Via Domitiana, die sie mit dem Hafen von Pozzuoli verband; sie lebte vom Fischfang und wahrscheinlich von der Nutzung des feinen weißen Sandes der Küste für Glas, und es gab Läden, Handwerksbetriebe, Parfümeure und Keramikproduktionen. Sie war auch Bischofssitz, bis die Reliquien der heiligen Fortunata nach Neapel überführt wurden; seit der Spätantike verfiel sie zunehmend, und nach dem 4. Jahrhundert zog die überlebende Bevölkerung ins historische Zentrum des heutigen Giugliano. Die Grabungen wurden 1930 wieder aufgenommen, als der Soprintendent Amedeo Maiuri sie dem Ehreninspektor Giacomo Chianese anvertraute, um die Villa und das Grab des Scipio zu suchen, und legten in den frühen dreißiger Jahren Forum, Kapitol, Basilika und Theater frei. Der 2006 von der Gemeinde Giugliano mit über die Soprintendenz von Neapel erlangten Mitteln begonnene Park wurde 2009 fertiggestellt; seit 2016 gehören Park und Amphitheater zum Verbund des Archäologischen Parks der Phlegräischen Felder.

    Der Besuch

    Der Park liegt in Lago Patria, einem Ortsteil von Giugliano; da er zum Verbund des Archäologischen Parks der Phlegräischen Felder gehört, sind Öffnungszeiten, Eintritt und Zugang dort zu erfragen, da die herangezogenen Quellen sie nicht nennen.

    Tipp der Redaktion

    Suchen Sie den Weihaltar für Scipio Africanus und denken Sie noch einmal an die Grabinschrift, die ihm die Überlieferung zuschreibt, «Ingrata patria, ne ossa quidem mea habes»: Vom Wort «patria» soll der Name des Ortes und des Sees stammen.

  • Chiesa di San Giovanni Evangelista

    Die Kirche San Giovanni Evangelista, auch San Giovannello genannt und früher Kirche des Allerheiligsten Sakraments, ist eine Pfarrkirche in Giugliano in Campania, am Corso Campano, im Bistum Aversa.

    Sehenswertes

    Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss mit einem einzigen Schiff, das Mauerwerk besteht aus regelmäßigen, verputzten Tuffblöcken. Die Fassade in klassizierendem Stil ist in zwei Ordnungen geteilt: In der unteren wird das Portal von zwei Säulen auf Sockeln gerahmt, die ein Gebälk mit vorspringendem Gesims tragen; die obere Ordnung wird von zwei kleinen Glockentürmen an den Seiten des Giebels flankiert, die mit dem Kirchenkörper verbunden und über zwei Eckstiegen zugänglich sind. Das Innere hat ein einziges Schiff mit Seitenkapellen und ein Presbyterium mit gebogenem Abschluss: Das Schiff ist von einem Stichkappentonnengewölbe überdeckt, das Presbyterium von einem Tonnengewölbe mit Kassettenschmuck, und der Boden besteht aus weißem Carrara-Marmor und grauem Bardiglio. Das Presbyterium ist um eine Stufe erhöht; der Altartisch ist aus Marmor, Sitz und Lesepult aus Holz. Im Hintergrund erhebt sich auf einem hohen Sockel ein Ädikula mit zwei Paaren gekoppelter Säulen zu den Seiten einer Nische, die die Statue des heiligen Johannes des Evangelisten, des Titelheiligen der Kirche, birgt und von einem dreieckigen Giebel bekrönt wird.

    Die Pfarrei San Giovanni Evangelista bestand ursprünglich außerhalb des bebauten Gebiets, dort, wo heute die Kirche Santa Maria delle Grazie steht, seit dem 10. Jahrhundert belegt, als eine der ältesten Giuglianos angesehen und damals als San Giovanni a Campo bekannt. Als jenes Gebäude baufällig wurde, zog die Gemeinde nur für die Gottesdienste in die Kirche Santa Sofia. 1648 begann der Pfarrer Don Pietro Paolo Magliola den Bau einer neuen Kirche im Herzen der Siedlung, im Volksmund San Giovannello genannt; die Arbeiten endeten um 1673, als das Allerheiligste Sakrament und die Sakramentalien dorthin überführt wurden, weshalb sie eine Zeitlang auch Kirche des Allerheiligsten Sakraments genannt wurde. Im November 1724 zog die Pfarrgemeinde dauerhaft dorthin um. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche innen und außen nach dem Geschmack der Zeit teilweise umgebaut, und 1776 wurden die beiden Glockentürme der Fassade vollendet; im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereicherten weitere Eingriffe die Ausstattung, vor allem im Presbyterium.

    Der Besuch

    Die Kirche liegt am Corso Campano, im Zentrum von Giugliano; Öffnungs- und Gottesdienstzeiten sind bei der Pfarrei zu erfragen, da die herangezogenen Quellen sie nicht nennen.

    Tipp der Redaktion

    Betrachten Sie die beiden kleinen Glockentürme an den Seiten des Giebels, 1776 vollendet, und im Inneren die Ädikula hinter dem Altar mit der Statue des Titelheiligen.

  • Villa comunale di Giugliano in Campania

    Die Villa comunale von Giugliano in Campania ist der wichtigste Stadtpark der Stadt: Sie liegt im Zentrum, zwischen dem Corso Campano und der Via Primo Maggio, auf dem Gelände, das einst den Stadtmarkt beherbergte.

    Sehenswertes

    Der Park ist ein baumbestandenes Gelände mit Ausstattung zum Verweilen und für Bewegung im Freien, mit Fußgängerwegen, Wiesen und offenen Flächen. Zu den Aufwertungsmaßnahmen gehören ein kleiner Platz, benannt nach der Madonna della Pace, der Schutzpatronin der Stadt, und ein Spielplatz. Als Anbindung nennt die Quelle die Linie 11, Station Giugliano.

    Der Garten entstand Ende der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts, finanziert mit den sogenannten Mitteln des Umweltausgleichs. 2010 kündigte die Stadtverwaltung an, ihn wiederherzustellen und das gesamte umliegende Gebiet aufzuwerten: Der Eingriff führte unter Bürgermeister Giovanni Pianese zur Wiedereröffnung des Parks, bei Kosten von etwa sechshunderttausend Euro; die Wege und Anlagen wurden erneuert, die Mauer, die den Garten von der Straße trennte, wurde abgerissen, und der kleine Platz entstand. Eine neue Baustelle für weitere ausgestattete Bereiche erzwang dann ab dem 19. September 2018 per Verfügung des Bürgermeisters die Schließung für die Öffentlichkeit.

    Der Besuch

    Die Villa liegt im Zentrum von Giugliano, zwischen dem Corso Campano und der Via Primo Maggio; die herangezogenen Quellen sagen nicht, ob und wann der Park nach 2018 wieder geöffnet wurde, und nennen keine Öffnungszeiten, daher ist der aktuelle Stand bei der Gemeinde zu erfragen.

    Tipp der Redaktion

    Wenn der Park geöffnet ist, suchen Sie den kleinen Platz der Madonna della Pace, angelegt, als die Mauer zwischen Garten und Straße abgerissen wurde.

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