Im Jahr 1828 ging von diesem Ort der Aufstand der Filadelfi aus, eine der Erhebungen des Cilento, zwanzig Jahre vor achtzehnhundertachtundvierzig und dreißig vor den Erhebungen, die zur Einigung führten. Angeführt wurde er nicht von einem Mann allein: der Gutsbesitzer don Pietro Bianchi und seine Frau Alessandrina Tambasco Bianchi, zusammen mit dem Kanoniker De Luca. Selten findet man eine Frau als Anführerin eines Aufstands jener Jahre genannt, und diese Quelle nennt sie. Mann und Frau bezahlten ihre Entscheidung mit dem Leben. Der Palast, in dem sie wohnten und der den Monforte di Laurito gehört hatte, den Lehnsherren des Ortes, trägt an der Fassade eine 1964 angebrachte Tafel zum Gedenken an die Erhebungen und an die beiden; der Palast heißt noch immer Bianchi, nach ihrem Namen und nicht nach dem der Herren.
Davor war Montano Antilia keine Gemeinde, sondern ein casale, also eine von einem anderen Ort abhängige Häusergruppe, und es hieß schlicht Montagna: es gehörte zu Cuccaro Vetere, und die Zählungen des Königreichs, die damaligen Volkszählungen, verzeichnen es seit dem sechzehnten Jahrhundert. Erst später löste es sich und nahm den Namen des Berges hinter ihm an, des Antilia. Die Siedlung steigt am Hang an den bewaldeten Flanken empor, und die beiden Fraktionen, Abatemarco und Massicelle, liegen weiter unten. In der Mutterkirche der Santissima Annunziata leben die Fresken des achtzehnten Jahrhunderts von örtlichen Künstlern neben einem zeitgenössischen Bilderzyklus, der 2013 hinzukam. Und in der Scala Santa hat eine Restaurierung ein Fresko wieder ans Licht gebracht, das Maria zeigt, auf deren Knien der vom Kreuz genommene Leib Christi liegt.