Der Name ist mittelalterlich: die Benediktinermönche von Montecassino bauten hier eine cella, dem Märtyrerbischof Apollinaris von Ravenna geweiht, und aus ihrer Niederlassung entstand der Ort. Er liegt auf einer kleinen Kuppe im unteren Liri-Tal, nicht weit vom rechten Ufer des Flusses. Am Rand seines Gebiets, an einer Stelle namens Giunture — die Fügungen — trifft der Liri auf den Gari, und von diesem Punkt an heißt der Fluss Garigliano und bildet die Grenze zwischen Latium und Kampanien. Die Verwaltungsgeschichte des Orts folgt derselben Linie: er gehörte zur Terra di San Benedetto, dann, ab der normannischen Eroberung, zur Terra di Lavoro — dem Königreich Sizilien, dann Neapel, dann beider Sizilien — und nach der Einigung fand er sich in Kampanien wieder. Zu Latium kam er erst 1927, als die Provinz Frosinone geschaffen wurde.
Die alte Pfarrkirche stand innerhalb der Mauern des castrum und wird 1514 unter dem Titel Santa Maria degli Angeli erwähnt. Sie war fast quadratisch, vier Bögen auf einer einzigen mächtigen Mittelsäule, acht Altäre, ein Bretterdach außer über dem Hochaltar, der gewölbt war. Im achtzehnten Jahrhundert wurde sie zu drei Schiffen umgebaut; in den vierziger Jahren jenes Jahrhunderts entstand der neue Glockenturm; und 1750 wurde sie vom Bischof von Aquino und Pontecorvo geweiht, der bei dieser Gelegenheit dem Ort den Leib eines Kindermärtyrers schenkte, aus den Katakomben des heiligen Kallistus geholt. Der Krieg zerstörte sie: der Ort lag auf der Gustav-Linie, jener befestigten Linie, die Italien in zwei Teile schnitt und im Mai 1944 durchbrochen wurde. Die Kirche wurde nach einem neuen Entwurf wieder aufgebaut, und dabei tauschten Eingang und Apsis den Platz: das Gebäude wurde um eine halbe Drehung gewendet. Draußen auf dem Land steht ein Brunnen mit der Jahreszahl 1634, und 1994 fand man ein römisches Gräberfeld.
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