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🖼️ Museen

Palazzo Colonna

📍 Roma, Latium · 74/100

Drei Hektar im Zentrum Roms, am Fuß des Quirinals, seit mehr als zwanzig Generationen im Besitz derselben Familie: Der Palazzo Colonna ist der ausgedehnteste Adelspalast der Stadt und einer der wenigen, in dem noch die wohnen, die ihn gebaut haben. Die Colonna, die sich auf die Grafen von Tusculum zurückführen, haben hier seit dem Mittelalter Häuser und Türme, auf den Ruinen des Serapistempels. In diesen Mauern lebte Oddone Colonna, 1417 als Martin V. zum Papst gewählt, der den Papstsitz nach Avignon wieder nach Rom holte und bis zu seinem Tod hier wohnte.

Sehenswertes

Das Herz des Besuchs ist die Galerie, vollendet 1703 nach einem halben Jahrhundert Arbeiten, die Kardinal Girolamo Colonna 1649 mit Antonio Del Grande begonnen hatte und die Girolamo Fontana fortsetzte. Ein Saal aus Spiegeln, Marmor und Gold, so lang wie ein Häuserblock, mit einem Deckenfresko, das Marcantonio II. Colonna feiert, Befehlshaber der päpstlichen Galeeren bei Lepanto 1571. An den Wänden die Familiensammlung: der Bohnenesser von Annibale Carracci, Bronzino, Tintoretto, Guercino, Guido Reni, Lorenzo Monaco, Ghirlandaio und Palma il Vecchio.

Der älteste Flügel, heute das Appartement der Prinzessin Isabelle, bewahrt Fresken des Pinturicchio und eine Sammlung von Veduten und Landschaften von Vanvitelli, Gaspard Dughet und Jan Brueghel dem Älteren. Vier Bogenbrücken überspannen die Via della Pilotta und verbinden den Palast mit dem Garten auf dem Hügel, wo die Reste des römischen Tempels liegen. Beim Sacco di Roma 1527 war der Palast dank der Anwesenheit Isabella d'Estes der einzige der Stadt, der der Plünderung entging.

Der Besuch

Die Galerie ist noch immer ein privates Wohnhaus und öffnet dem Publikum nur an bestimmten Wochentagen, vor allem am Samstagvormittag, mit Führungen, die auch die Appartements und den Garten einschließen. Der Eingang liegt an der Via della Pilotta hinter der Basilika Santi Apostoli; über innere Tribünen konnte die Familie der Messe folgen, ohne das Haus zu verlassen. 1953 drehte William Wyler hier die Schlussszene von Ein Herz und eine Krone mit der Pressekonferenz der Prinzessin Audrey Hepburn.

Tipp der Redaktion

Schauen Sie beim Hinabsteigen der Galerietreppe auf den Boden: In einer Stufe steckt noch eine Kanonenkugel, 1849 während der französischen Belagerung der Römischen Republik vom Gianicolo abgefeuert. Die Colonna haben sie liegen lassen, wo sie einschlug, und nichts zeigt besser, dass die Geschichte hier nicht in einem Museum geendet hat.

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