Um den Namen dieses Ortes streiten zwei Erklärungen, und sie vertragen sich nicht. Die erste sagt, er komme von der saracinesca, dem Fallgatter, das man herabließ, um den Feinden den Weg zu versperren, und bestreitet, dass Sarazenen je hier heraufgekommen seien: die Araber, so heißt es, seien nie nördlich von Apulien vorgedrungen. Die zweite erzählt das Gegenteil: dass sich nach dem arabischen Überfall auf Rom von 846 eine abgeschnittene Gruppe auf diesen Felssporn rettete, sich als Bedingung der Kapitulation zum Christentum bekehrte und bleiben durfte. Der Name erscheint in einer Inschrift von 1052 als Rocca Sarraceniscum, und das Gemeindewappen führt zwei Sarazenenköpfe über einer Burg.
Der Ort liegt auf neunhundert Metern auf der Kuppe eines Ausläufers der Monti Ruffi, mit kalksteingepflasterten Gassen und den Resten einer Festung des elften Jahrhunderts. Zwischen den Häusern wurde ein Freilichtmuseum aus Sonnenuhren eingerichtet, das Museum der Zeit, und die Idee entstand auch als Hommage an die Vorfahren, weil im Mittelalter die Araber als die besten Mathematiker galten. Im August wird zudem der Durchzug Konradins von Schwaben in einem Umzug nachgestellt.
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In der Nähe von Saracinesco
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Sehenswertes im Umkreis von 25 km
Außerhalb von Saracinesco, aber als Ausflug gut erreichbar.
