🏖️ Strände und Meer

Faro di Portofino

📍 Portofino, Ligurien · 47/100

Ein weißer Blitz alle fünf Sekunden, sichtbar auf 16 Seemeilen: mehr muss der Leuchtturm von Portofino nicht leisten, und er tut es seit 1870 von der westlichen Spitze der Landzunge aus, wo das Land endet und sich der Golf von Tigullio öffnet. Der Turm ist 12 Meter hoch, pyramidenförmig und an ein zweigeschossiges Gebäude angebaut, in dem früher der Leuchtturmwärter wohnte. Heute lebt dort niemand mehr: Die Anlage ist automatisiert, mit Solarstrom betrieben und wird von der Marina Militare unter dem Kennzeichen 1675 E.F. geführt.

Sehenswertes

Die Laterne liegt 40 Meter über dem Meeresspiegel, hoch genug, um vom halben Golf aus erkannt zu werden und an klaren Tagen noch von jenseits der gegenüberliegenden Spitze. Unter dem Turm gehört das Wasser zum Meeresschutzgebiet von Portofino, einem der meistbetauchten Gründe Italiens; darüber gibt es nur die Macchia des Regionalparks, Erdbeerbäume, Steineichen und Pinien bis an die Kante der Felswand.

Die Architektur hält keine Rede: weiß, scharfe Kanten, kein Schmuck, das Wärterhaus an den Turm gelehnt wie ein beliebiger Zweckbau. Nach den bemalten Fassaden der Piazzetta ist genau dieser Gegensatz das Auffälligste: Hier dient das Gebäude nur dazu, eine Lampe hoch zu halten, und man sieht es ihm an.

Der Besuch

Man kommt nur zu Fuß hin. Von der Piazzetta nimmt man den Anstieg Richtung San Giorgio, geht an der Kirche und am Castello Brown vorbei und folgt dann der Via alla Penisola: rund zwanzig Minuten Stufen, Steinmauern und Gartentore, das Meer immer auf einer der beiden Seiten. Der Leuchtturm selbst ist nicht zu besichtigen, der Zugang bleibt dem Personal vorbehalten, doch der Weg führt bis unter den Turm, und der letzte Abschnitt hoch über dem Wasser ist der Grund für den Marsch.

Tipp der Redaktion

Wir gehen in der letzten Stunde Tageslicht hinaus, wenn die Sonne hinter die Landzunge sinkt und die Lampe angeht, während man noch oben steht: Das dauert nur kurz und ist der beste Moment. Rechnen Sie mit dem Rückweg, der durchweg bergauf führt, und stecken Sie eine Taschenlampe ein: Auf den schattigen Stufen wird der Stein mit der Abendfeuchte rutschig.

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