Der Ort liegt in der Provinz Savona, seine Pfarrkirche untersteht aber nicht dem Bischof von Savona: Sant'Eugenio gehört zum Bistum Acqui, innerhalb der Pastoralzone von Savona. Erbaut wurde sie zwischen 1620 und 1650, als Ersatz für die alte gleichnamige Pfarrkirche, heute die Kirche Santissima Annunziata, die Jahrhunderte zuvor von den Benediktinern des Sant'Eugenio-Klosters auf der Insel Bergeggi gegründet worden war. Das Patrozinium gilt Eugenius, dem Bischof von Karthago.
Sehenswertes
Die Fassade mit den beiden kleinen Glockentürmen an den Seiten wurde 1901 teilweise erneuert und gibt der Kirche den Umriss, den man von überall auf der Piazza Monsignor Bertolotti wiedererkennt. Der Innenraum ist ein einziges rechteckiges Schiff mit vier Kapellen je Seite und einem weiten Presbyterium: ein schlichtes Schema, bei dem der Blick sofort nach hinten läuft.
Vom 17. Jahrhundert blieb vor allem das Mauerwerk. Die Eingriffe des 19. Jahrhunderts, besonders die von 1875, veränderten die ursprüngliche Anlage tiefgreifend, sodass das Heutige weitgehend eine moderne Hülle über einem Baukörper des 17. Jahrhunderts ist. In der Pfarrkirche steht außerdem die Holzstatue des heiligen Sebastian von etwa 1900, die aus dem Oratorium des Ortes hierherkam, als dieses für den Gottesdienst geschlossen wurde.
Der Besuch
Von jedem Punkt des Ortskerns sind es wenige Minuten zu Fuß: Der Platz ist der zentrale, und die Kirche ist weiterhin Pfarrkirche, der Zugang richtet sich also nach den Gottesdienstzeiten. Außerhalb der Messen ist der Eintritt nicht garantiert.
Tipp der Redaktion
Nehmen Sie sich eine halbe Stunde mehr und reihen Sie die drei Kirchen von Altare aneinander: Santissima Annunziata, die erste Pfarrkirche, Sant'Eugenio, die im 17. Jahrhundert ihren Platz einnahm, und das ehemalige Oratorium San Sebastiano, heute in privater Hand. Drei Stationen, alle wenige Schritte voneinander entfernt, und die religiöse Entwicklung des Ortes liegt offen.
