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⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa della Santissima Annunziata

📍 Altare, Ligurien · 47/100

Bezahlt hat die Kirche, die heute an der via XXV Aprile steht, ein Glasmacher. 1650 ließ der Altarer Meister Matteo Buzzone den heutigen Bau errichten und der Santissima Annunziata weihen, auf den Fundamenten der alten Pfarrkirche: der ersten Kirche des Ortes, um die Mitte des 12. Jahrhunderts von den Benediktinern des Klosters Sant'Eugenio auf der Insel Bergeggi erbaut, die das Lehen Altare seit dem 10. Jahrhundert hielten und denen die Überlieferung auch die Einführung der Glaskunst aus Frankreich zuschreibt.

Sehenswertes

Ursprünglich war die Kirche dem heiligen Eugenius geweiht, damals Schutzpatron von Altare: das Kloster auf Bergeggi wiederum unterstand der Abtei Lérins in der Provence, und der Name des Heiligen zog mit den Mönchen bis in dieses Hinterland von Savona. Die Kirche entstand zusammen mit dem Dorf, als dessen erster Sakralbau, und blieb bis 1600 in Gebrauch.

Dann baute sich der Ort eine neue Pfarrkirche, wieder dem heiligen Eugenius geweiht; die Bauarbeiten begannen 1620 im historischen Zentrum. Die alte Kirche verlor ihren Rang, nicht aber ihren Platz: ein halbes Jahrhundert später ließ Buzzone sie auf demselben Grundriss neu aufführen und gab ihr das Patrozinium der Verkündigung. Deshalb hat Altare zwei Hauptkirchen, eine mit der Pfarrfunktion und eine mit den ältesten Fundamenten. Der Bau gehört zum Bistum Acqui, dem die Gemeinde untersteht, obwohl sie in der Provinz Savona liegt.

Der Besuch

Altare hat knapp zweitausend Einwohner und liegt elf Kilometer von Savona entfernt an der Staatsstraße 29 über den Colle di Cadibona; die Adresse lautet via XXV Aprile, und der Ortskern ist klein genug, dass man keine Wegweiser braucht. Als ehemalige Pfarrkirche hat sie keine festen Öffnungszeiten: die regulären Gottesdienste finden in Sant'Eugenio statt, für den Zugang hält man sich also an eine Feier oder fragt in der Pfarrei nach. Auch von außen lässt sich der Werdegang ablesen: ein Bau des 17. Jahrhunderts auf mittelalterlichen Fundamenten, genau dort, wo die Benediktiner das Dorf angelegt hatten.

Tipp der Redaktion

Wir empfehlen, die Kirche mit dem Museo dell'Arte Vetraria in der Villa Rosa zu verbinden: es sind die beiden Enden derselben Sache. Die Mönche, die die Kirche gründeten, gelten als diejenigen, die das Glas nach Altare brachten, und wer den Bau des 17. Jahrhunderts bezahlte, war ein Meister, der mit diesem Handwerk reich geworden war. In dieser Reihenfolge, erst die Kirche und dann das Museum, wird aus der alten Pfarrkirche mehr als eine Station: sie wird zur Unterschrift einer Wirtschaft.

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