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🏰 Burgen und Schlösser

Casa fortezza di Roglio

📍 Celle Ligure, Ligurien · 43/100

Das feste Haus von Roglio ist keine Burg und hat keinen Besuchereingang: Es ist ein privates Wohnhaus im gleichnamigen Tal, westlich des Ortskerns von Celle Ligure. Die Quellen führen es zusammen mit den festen Häusern von Cassisi und Bottini unter der Militärarchitektur der Gemeinde auf: drei Gebäude, die der Kontrolle und der Beobachtung auf der Westseite des Ortes dienten, zur Verteidigung des Gebiets. Es waren keine Belagerungswerke, sondern Wachpunkte am Hang, und die Zeit hat Wohnhäuser daraus werden lassen.

Sehenswertes

Von den drei westlichen festen Häusern überliefern die Quellen den Namen, die Lage und die Aufgabe, keine ausführliche Beschreibung. Roglio liegt im Tal gleichen Namens, Cassisi auf dem Hügel, der denselben Namen trägt, Bottini steckt in einem Gebäude des 19. Jahrhunderts, das es fast vollständig verbirgt. Alle drei sind heute Privatbesitz, und damit muss man zuerst rechnen.

Roglio liest sich am besten im Zusammenhang mit dem übrigen Wachsystem von Celle. Im 16. Jahrhundert trieb die Angst vor Piratenüberfällen den Ort dazu, mit Unterstützung der Republik Genua zwei Werke zu errichten, di Levante und di Ponente genannt, die ein Inventar von 1598 verzeichnet. Auf dem Kamm stand der Turm Bregalla, 261 Meter über dem Meer und mit rundem Grundriss, ein Küstenposten, der später landwirtschaftlich genutzt und 1944 von deutschen Soldaten abgerissen wurde, weil er der anglo-amerikanischen Marine als zu bequeme Orientierung galt. Erhalten sind die beiden Zinnentürme des Cornaro, La Camilla und der der Bacci, die das Tal bis zum Meer überblicken.

Der Besuch

Es gibt keine Öffnungszeiten, keine Eintrittskarten und keine Führungen: Die Innenräume sind privat. Man steigt vom Altstadtkern von Celle nach Westen hinauf, der entlang des Wildbachs Ghiare gewachsen und heute größtenteils überdeckt ist. Der Ort hat einen Bahnhof an der Strecke Genua-Ventimiglia und eine eigene Ausfahrt an der Autobahn A10, die Staatsstraße 1 Aurelia führt hindurch; ab dort geht man zu Fuß, zwischen Terrassen mit Taggiasca-Oliven und Gemüsegärten.

Tipp der Redaktion

Wir behandeln das Haus als Etappe, nicht als Ziel. Ein halber Tag zu Fuß am Westhang, mit den Cornaro-Türmen und dem Kamm der Bregalla, bringt weit mehr als ein Umweg mit dem Auto, um eine Mauer zu sehen. Wir rechnen mit festen Schuhen, Wasser und fehlender Beschilderung und bleiben auf dem Weg: Wer dort wohnt, soll unsere Neugier nicht bezahlen.

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