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⛪ Kirchen und Heiligtümer

collegiata di San Giovanni Battista

📍 Finale Ligure, Ligurien · 50/100

Über Generationen galt der Entwurf der Stiftskirche von Finale Marina als Werk Gian Lorenzo Berninis. Die Forschung hat die Zuschreibung zerlegt und den Bau örtlichen Werkstätten zurückgegeben, die in dieser Manier arbeiteten. Die Bauhütte öffnete 1619 und arbeitete fünfundfünfzig Jahre lang: 1674 galt der Bau als vollendet, 1675 folgte die feierliche Weihe, und 1762 überarbeitete der aus Finale stammende Architekt Nicola Barella die barocke Fassade. Im April 1930 verlieh Pius XI. der Kirche den Rang einer Basilica minor.

Sehenswertes

An der Fassade schuf Bartolomeo Bagutti Johannes den Täufer, die Heiligen Petrus und Paulus sowie Hoffnung und Glaube. Die vierundzwanzig Meter hohe Kuppel entstand 1780 unter Giuseppe Barella, unterstützt von den Genuesen Simone Cantoni und Emanuele Andrea Tagliafichi. Der Innenraum ist der größte im Bistum Savona-Noli: drei Schiffe, getrennt durch zwei Reihen gekuppelter Säulen, ein offenes Zitat genuesischer Vorbilder des frühen 17. Jahrhunderts.

An der Innenfassade stammen die drei Fresken von 1808 von Paolo Gerolamo Brusco: die Taufe Christi, die Predigt am Jordan, die Glorie des Vorläufers. Auch das Gewölbe des Presbyteriums ist sein Werk. Das Mittelschiff schmückte Giuseppe Passano 1830 mit Szenen aus dem Leben des Täufers zwischen Engelscharen, die zwölf Kapellen tragen die Hand von Giacomo Picco. Im Querhaus hängt die Glorie des heiligen Nikolaus von Bari von Giovanni Battista Merano, der 1693 bereits das Gewölbe ausgemalt hatte; der Hochaltar aus farbigem Marmor, genuesische Schule, entstand 1767. In der vierten Kapelle links stehen das Kruzifix von Anton Maria Maragliano und Skulpturen von Antonio Brilla.

Der Besuch

Die Kirche liegt an der Via Giuseppe Garibaldi im Viertel Finale Marina, wenige Dutzend Meter von der Strandpromenade entfernt. Sie ist eine lebende Pfarrei, die Zeiten richten sich nach den Gottesdiensten: morgens und am späten Nachmittag stehen die Türen am ehesten offen, werktags hat man die Schiffe fast für sich. Auf der Empore rechts steht die Orgel, 1904 von Cesare Bernasconi und seinem Sohn Giovanni gebaut und 2002 restauriert; in der Sakristei hängen weitere Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts.

Tipp der Redaktion

Wir bitten um Zutritt zur Sakristei, wegen der Leinwand der Heiligen Erasmus und Nikolaus: am unteren Rand hat der Maler eine Ansicht von Finale Marina und seinem Hinterland im 17. Jahrhundert festgehalten, das merkwürdigste Dokument der ganzen Kirche. Vor dem Hinausgehen stellen wir uns unter die Empore und betrachten das Orgelgehäuse, fünfundzwanzig Prinzipalpfeifen unter einem in Holz geschnitzten Vorhang.

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