Das Wappen, das die Gemeinde heute führt, ist jenes, das sie sich 1797 gab, in den Monaten der Brescianer Republik, als die französische Revolutionsstimmung noch warm war: ein republikanisches Rutenbündel als Sinnbild der Freiheit, überhöht von der phrygischen Mütze, und dahinter zwei gekreuzte Fahnen, links die Trikolore, rechts das Blau von Brescia. Es blieb in Gebrauch, und der Staatspräsident verlieh es förmlich 1991, fast zwei Jahrhunderte später: ein jakobinisches Zeichen, das zur amtlichen Heraldik wurde.
Viertausendeinundneunzig Einwohner in der Provinz Brescia, in einer niedrigen, flachen Ebene, deren höchster Punkt bei sechzig Metern liegt. Der Naviglio durchquert den Ort von Nord nach Süd, und an seinen beiden Ufern stehen sich zwei Kirchen gegenüber, die man hier die Magd und die Herrin nennt: San Rocco und Santa Maria Annunciata. Im Juni 1859 nahm San Rocco eine große Zahl Verwundeter der Schlacht von Solferino und San Martino auf. Bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts hieß die Gemeinde Isorella con San Nazzaro, nach einer Feldkirche an der Straße nach Leno, 1941 zerstört, die dort stand, wo eine römische Inschrift ein Tempelchen für die Matronen und für Apollo bezeugt.