Baranzate erscheint zum ersten Mal in einem langobardischen Kodex von 994 unter dem Namen Balanziate und war fast seine ganze Geschichte hindurch ein Ortsteil von Bollate. Die Eigenständigkeit kam zweimal: ein Regionalgesetz machte den Ort 2001 zur Gemeinde, doch 2003 hob das Verfassungsgericht alles auf, weil beim Referendum nur die Einwohner des Ortsteils abgestimmt hatten; erst ein zweites Gesetz von 2004 machte die Trennung endgültig. Das Gefängnis auf seinem Gebiet heißt weiterhin Gefängnis von Bollate: bei der Eröffnung war der Ort ein Ortsteil, und der Name wurde nie geändert.
Vor den Fabriken stand die Seide: die Sforza brachten hier den Maulbeerbaum ein, und die Seidenraupenzucht hielt sich bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert. Der Maulbeerbaum kam ins Wappen, entwurzelt und mit zehn grünen Blättern auf Gold, unter einem blauen Schildhaupt, dessen Zinnen das Profil eines Zahnrads nachzeichnen, also die spätere Industrie. Aus demselben Jahrhundert stammt die Glaskirche, 1957 von Angelo Mangiarotti und Bruno Morassutti gebaut und von Kardinal Montini eingeweiht.
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Außerhalb von Baranzate, aber als Ausflug gut erreichbar.
