Cuggiono geht auf das keltische cuslono zurück: cus bedeutet Wald oder Gebüsch, die Endung ono bezeichnet den Ort, also der Platz neben dem Wald. Die Schreibung brauchte Jahrhunderte, bis sie feststand, über Cusonum, Cucionum und Cuzono. Der Ort hängt eng an den Crivelli, die ihn lange als Lehen hielten: Uberto, Sohn des Lehnsherrn Guala, bestieg 1185 als Urban der Dritte den Papstthron und leitete die Kirche zwei Jahre lang, mitten im Streit zwischen Papsttum und Kaiser.
Im siebzehnten Jahrhundert kaufte sich das herrenlos gebliebene Cuggiono von der Lehnspflicht frei; kurz darauf gab der Ortsteil Cuggiono Minore diese Unabhängigkeit wieder auf und unterstellte sich den Piantanida als Lehen, nur um die Schulden loszuwerden, die der Freikauf gekostet hatte. Die Familien, die sich um den Ort gestritten hatten, stehen alle im Wappen, das aus je einer Figur zusammengesetzt ist: die Esche der Piantanida, die im eigenen Wappen allerdings Pappeln führten, die zwei Säulen der Clerici und unten das Sieb der Crivelli.