Der Ortskern ist noch der mittelalterliche, umschlossen von Mauern des vierzehnten Jahrhunderts und einigen Türmen. Im Umland dagegen sind mindestens zwei Burgen verschwunden: jene von Cardine, die im Namen einer Flur weiterlebt, und die Burg Sismondo, die im vierzehnten Jahrhundert noch ein bewaffneter Stützpunkt war. Papst Eugen IV. schenkte sie 1445 einem verdienten Mann aus Ascoli, und zwei Jahre später kaufte sie die Stadt Fermo; dann verschwand sie, wurde aber bis 1817 weiter auf den Landkarten eingezeichnet. Außerhalb des Ortes steht am Ufer des Tennacola noch die Mühle Brunforte aus dem dreizehnten Jahrhundert.
Neben der Pfarrkirche liegt die Bibliothek mit mehr als fünftausend Bänden aus dem Besitz von Romolo Murri, dem Priester und Politiker, auf den die christdemokratische Bewegung zurückgeht; das Archiv steht der Forschung offen. Der Glockenturm ist aus dem vierzehnten Jahrhundert, seine mechanische Uhr aber wurde 1850 eingebaut, gefertigt von Pietro Mei aus Montecarotto. Das Handwerk des Ortes sind Weide und Peddigrohr, aus denen Möbel gemacht werden. Das Erdbeben von 2016 hat vor allem hier im alten Kern seine Spuren hinterlassen.
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