Die älteste Geschichte von Carentino kam durch Zufall ans Licht: beim Bau der Bahnlinie Alessandria-Nizza Monferrato, in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, fanden sich Steinwaffen, ein Hinweis auf eine Besiedlung schon in der Jungsteinzeit. Die ersten schriftlichen Urkunden stammen aus der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts, als Markgraf Alberto d'Incisa, aus Apulien zurückgekehrt, seiner kleinen Markgrafschaft eine Rechtsordnung gab.
Die Markgrafschaft Incisa steht dem Dorf noch im Wappen, dessen zweite Hälfte deren Emblem aufnimmt: neun goldene Sterne auf Blau. 1589 hatten die Gonzaga die Markgrafschaft an Michele Peretti verkauft, den Neffen von Papst Sixtus V., der die Bewohner dann mit Gewalt und Erpressungen bedrückte. Carentino hörte auch einmal auf zu bestehen und kam zurück: 1928 wurde es der Gemeinde Bergamasco einverleibt und erhielt seine Selbstständigkeit erst 1955 wieder.
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Außerhalb von Carentino, aber als Ausflug gut erreichbar.
