Vallanzengo

Provinz: Biella · Region: Piemont · Einwohner: 239 · PLZ: 13847

Vallanzengo ist eine Streugemeinde: Das Rathaus steht nicht in einem gleichnamigen Hauptort, sondern im Ortsteil Trabbia, und die Häuser verteilen sich auf eine Handvoll Weiler entlang der Straße, die den Hügel hinaufführt. Der Name geht wohl auf den römischen Personennamen Valentius zurück, und eine der frühesten mittelalterlichen Formen lautet Valanzengus; im Dorf erklärten die Alten ihn dagegen auf piemontesisch als «Tal im Schoß». Das Gebiet hing lange von Bioglio ab: im elften Jahrhundert den Bischöfen von Vercelli gehörig, kam es an die Avogadro di Quaregna, die sich 1404 dem Haus Savoyen unterwarfen.

Die Selbständigkeit von Bioglio brachte 1621 ein Edikt Karl Emanuels I., doch die Teilung der Almweiden zog sich in harten Streitigkeiten hin, aus denen Vallanzengo mit einem weiten Hochgebiet hervorging, vom Bocchetto Sessera bis zum Sessera-Bach; ein Teil der Gemeinde ist bis heute eine Verwaltungsinsel, vom Rest getrennt und zwischen die Bergdörfer geschoben. Unter den alten Familien stellten die Foglia einen Abt, der im siebzehnten Jahrhundert Beichtvater am spanischen Hof war. Das Wappen zeigt ein Eichhörnchen auf einem Baum und darunter den Wahlspruch «Piccolo ma franco».

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