Lemie liegt in den Valli di Lanzo, am linken Ufer der Stura di Viù, und über seinen Namen sind sich die Gelehrten uneins: Die einen leiten ihn vom lateinischen lemiae, «Hexen», ab, die anderen von limina, «Grenze». Ab dem vierzehnten Jahrhundert wurden im Gemeindegebiet Eisen- und Kupfergruben eröffnet; das Erz wurde im Ortsteil Forno geschmolzen, und dafür kamen Fachleute aus dem Bergamasker Land und dem Valsesia. In Forno überspannt eine steinerne Bogenbrücke mit einem Bildstock in der Mitte die Stura seit 1477.
Im August 1465 verwüstete ein Hochwasser den Ort von einem Ende zum anderen; der Wiederaufbau kostete Jahre. In den letzten anderthalb Jahrhunderten ist Lemie auf ein Zwölftel seiner einstigen Einwohner geschrumpft. Das Wappen kam spät: Die Gemeinde besaß keines und durfte erst vor kurzem den Schild einer alten Adelsfamilie führen, die hier lebte, mit goldenem Adler auf blauem Grund über einem blau-goldenen Schachmuster.
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Außerhalb von Lemie, aber als Ausflug gut erreichbar.
