Usseglio

Provinz: Turin · Region: Piemont · Einwohner: 219 · PLZ: 10070

Usseglio schließt das Viù-Tal ab, das südlichste der drei Täler von Lanzo, und grenzt im Westen bereits an Frankreich. Der keltische Name lautete vermutlich Uxeilos, «der hoch gelegene Ort», der lateinische Hoc Caelum. Aus römischer Zeit stammen zwei Weihealtäre: einer für Herkules, mit dem Namen des Marcus Vibius Marcellus, wurde in die Fassade der alten Pfarrkirche eingemauert; der andere, für Jupiter, nennt Claudius Castus und kam 1850 ans Licht. Heute stehen beide im Museo Civico Alpino Arnaldo Tazzetti.

Die alte Kirche ist romanisch und wurde in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts umgebaut: die heutige, nach Osten gerichtete Fassade trat damals an die Stelle der früheren Apsis. Romanisch ist auch der Glockenturm aus dem elften oder zwölften Jahrhundert, von dem nur die beiden unteren Geschosse erhalten sind. Von hier stammte Graf Luigi Cibrario, Senator des Königreichs und Historiker des Hauses Savoyen, der die erste Geschichte seines Dorfes schrieb; weiter oben überflutete ein zwischen den Kriegen errichteter Staudamm den alten Weiler Malciaussia, dessen Namen der See behielt.

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