Die Kirche Natività di Maria Vergine ist die Pfarrkirche von Venaria Reale, im Erzbistum Turin. Die erste Erwähnung einer «ecclesia Sanctae Mariae» in Altessano Superiore, dem alten Namen von Venaria, stammt von 1386: Damals hing sie von der Pfarrkirche San Pietro di Pianezza ab. 1577 trennte Erzbischof Girolamo della Rovere die beiden Pfarreien Altessano Superiore und Inferiore endgültig. Die Kirche wurde 1639 durch einen Brand zerstört; die neue, von Amedeo di Castellamonte entworfen, wurde 1652 vollendet, auch wenn die Fassade erst 1669 fertig war. Doch durch die Dächer drang Wasser ein, und der Bau wurde geschwächt, bis er 1753 einstürzte.
Sehenswertes
Die heutige Kirche ist jene, die nach einem Entwurf von Benedetto Alfieri neu gebaut wurde: Die Arbeiten begannen noch im Jahr des Einsturzes und endeten 1755. Die nach Südwesten gerichtete Fassade wird durch ein Gesims in zwei Zonen geteilt. In der unteren, von Halbsäulen gegliedert, sitzt über dem Portal ein großes muschelförmiges Ornament, und an den Seiten stehen zwei Nischen mit Statuen; die obere hat einen höheren Mittelteil, vom Giebel bekrönt und von Verbindungsbögen flankiert. Der Glockenturm auf quadratischem Grundriss endet in einem Spitzhelm.
Das Innere hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit einem einzigen Schiff, auf das sich die Seitenkapellen durch Rundbögen öffnen. Die Wände sind durch Pilaster mit Kompositkapitellen gegliedert, die ein vorspringendes Gebälk tragen; darüber setzt das Tonnengewölbe an. Die Ausschmückung entstand in den zwei Jahren unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg, als auch der Glockenturm umgestaltet wurde.
Der Besuch
Öffnungs- und Messzeiten sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Der Hochaltar hat einen berühmten Stifter: Ihn schenkte der Pfarrkirche 1756 König Carlo Emanuele III. In den Siebzigerjahren desselben Jahrhunderts wurde der Bau dann erweitert.




