In Suni sind die ältesten Häuser in den Fels gehauen. Sie heißen domus de janas, Häuser der janas, der kleinen Feenfrauen der sardischen Erzählungen: jene von Chirisconis gehören zu einer Felsnekropole, und im Gebiet stehen auch die Nuraghen Seneghe und Nuraddeo. Das jüngste Haus, das man besichtigen kann, trägt dagegen den Namen dessen, der darin wohnte: es ist die Casa Museo Tiu Virgiliu, und tiu heißt auf Sardisch Onkel, die Anrede für alte Männer. Zwischen dem einen und dem anderen liegt die ganze Geschichte der Insel, und das Wort bleibt dasselbe: Haus.
Der Ort ist durch viele Hände gegangen. Im Mittelalter gehörte er zum Judikat Torres, in der curatoria der Planargia; als das Judikat fiel, regierten ihn 1259 die Malaspina, und 1308 kam er an das Judikat Arborea. Um 1420 ging er an das aragonesische Königreich Sardinien und wurde Lehen der Villamarina; im 18. Jahrhundert nahmen die Savoyer ihn zusammen mit Flussio in das Markgrafentum der Planargia auf, Lehen der Paliaccio, und 1839 kaufte sich der Ort von seinen letzten Lehnsherren frei. Der letzte Wechsel ist jung: das Regionalgesetz vom 13. Oktober 2003, das die sardischen Provinzen neu zeichnete, brachte Suni von Nuoro nach Oristano. Gesprochen wird hier nördliches Logudoresisch, und das Gebiet, an die siebenundvierzig Quadratkilometer, grenzt an Bosa, Flussio, Modolo, Pozzomaggiore, Sagama, Sindia und Tinnura.
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