Viddalba

Provinz: Sassari · Region: Sardinien · Einwohner: 1.694 · PLZ: 07030

Der Ort liegt am Rand des unteren Coghinas-Tals, an der äußersten Westgrenze der Gallura, und er hat zwei Namen, die einander nicht ähneln: Viddalba auf Italienisch und Viddaècchja auf Galluresisch, der Sprache, die man dort spricht. Unter und um die Ortschaft liegt reichlich Altes: domus de janas, Nuraghen, ein nuraghisches Dorf, eine Siedlung, eine Nekropole und eine Brücke römischer Zeit. Die Funde, die daraus hervorkamen — Keramik, Glas, kostbare Gegenstände —, sind nicht anderswo gelandet, sondern liegen im städtischen archäologischen Museum des Ortes selbst, was für eine Gemeinde von wenig mehr als eintausendfünfhundert Einwohnern nicht wenig ist.

Aus dem Mittelalter blieb die romanische Kirche San Giovanni Battista, und das Verb muss in die Vergangenheit gesetzt werden: der alte Bau verfiel, sein altes Standbild wurde in die nahe Kirche San Leonardo gebracht, wo es noch verwahrt wird, und die Kultstätte wurde danach von Grund auf neu errichtet. Das Fest des heiligen Johannes des Täufers wird dort weiterhin gefeiert. Im Ort stehen auch die Kirche der Allerheiligsten Jungfrau von Pompeji, die der Pfarrei den Namen gibt, und jene Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, mit schlichter Fassade und einem einzigen Schiff, das drei Rundbögen in vier Joche teilen. Das Gemeindewappen kam spät, erst 2014 verliehen. Was die Arbeit angeht, hat neben der Landwirtschaft und dem Handwerk — Textilien, Schmiedeeisen, gehauener Stein — in letzter Zeit das Bauwesen an Gewicht gewonnen, und der Grund wird ohne Umschweife genannt: nahe der Küste darf nicht mehr gebaut werden, und das Gewerbe ist ins Landesinnere gezogen.

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