Der Ort liegt am Westufer des Flusses Coghinas, am Fuß der Hügel, die ein sehr fruchtbares Schwemmtal abschließen, auf durchschnittlich zwei Metern über dem Meer. Seine Ursprünge reichen an den Beginn des zweiten Jahrtausends zurück, in das Judikat Torres, innerhalb der curatoria Anglona, und das Älteste im Gebiet sind die Burg Casteldoria und die romanische Kirche der Madonna delle Grazie. Als Gemeinde jedoch ist er blutjung, und er hat zweimal den Besitzer gewechselt: er gehörte zu Sedini; 1960 kam er in die eben gegründete Streugemeinde Valledoria; und erst 1983 wurde er eine eigene Gemeinde.
Geografisch liegt Santa Maria Coghinas in der Anglona, doch die Sprache, die man hier spricht, ist das Galluresische, und galluresisch sind auch Sitten und Gebräuche: der Ort liegt auf der einen Seite einer Grenze und spricht von der anderen. Sein Land wird intensiv bebaut, dank der Schwemmebenen. Und im Bett des Coghinas treten heiße Quellen mit mehr als achtzig Grad aus; an der Stelle wurde ein Thermalbad mit Hotel gebaut. Das Wappen, 2019 anstelle jenes verliehen, das die Gemeinde seit 2003 führte, setzt vier Herrschaften auf denselben Schild: einen Turm für das Judikat Torres, den schwarzen Adler der Doria, den Baum des Judikats Arborea und die roten und goldenen Spindeln der Centelles, einer katalanischen Familie, die Lehen in Spanien, auf Sardinien, auf Sizilien und im Königreich Neapel besaß.
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