Die friderizianischen Mauern waren das Verteidigungssystem der Altstadt von Gela, erbaut bei der Neugründung der Stadt durch Friedrich II. im Jahr 1233. Verstreute Abschnitte sind an verschiedenen Stellen des Zentrums erhalten, mit Mauern, Türmen und Toren, die in die Fassaden moderner Häuser eingelassen sind.
Sehenswertes
Die Quellen nennen besonders einige Abschnitte. In der Via Matteotti gibt es Mauern mit einem Turm aus dem 15. Jahrhundert und vier großen Steinbögen. In der Via Verga, wo das alte Gefängnis stand, blieben die Mauern in ihrer ursprünglichen Höhe und ohne größere Anbauten erhalten. In der Via Istria sieht man ein Bollwerk aus dem 14. Jahrhundert, teilweise eingestürzt, und nahe der Treppe der Via Filippo Morello den Turm «dello Sperone», nach dem Viertel benannt, mit vier mächtigen Strebepfeilern auf Höhe der Via Miramare, entstellt durch einige Betonbalkone. Am Viale Mediterraneo sind das Bollwerk der Porta Marina und mindestens zwei Türme erhalten; weitere Abschnitte liegen in der Via Porta Vittoria.
An der Piazza Calvario sieht man die Ruinen der friderizianischen Burg, auch Palazzo ducale genannt, von der die Kornspeicher erhalten sind. Fast alle Tore wurden im 19. Jahrhundert zerstört, außer der Porta Marina, die in den Sechzigerjahren von der Soprintendenza von Agrigent im Hinblick auf einen künftigen Wiederaufbau abgebaut wurde. Die Altstadt von Gela ist übrigens eine der wenigen mit einem rechtwinkligen Grundriss, mit ziemlich geraden und regelmäßigen Straßen.
Der Besuch
Die Mauerabschnitte sind über die Altstadt verstreut und teilweise in moderne Häuser eingebaut: Man entdeckt sie beim Gang durch die genannten Straßen. Die herangezogenen Quellen sagen nicht, welche Abschnitte zugänglich sind und zu welchen Zeiten: Das ist bei der Stadt Gela zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Zum Vergleich hat Gela auch die timoleontischen Mauern von Capo Soprano aus griechischer Zeit, deren oberer Teil aus Lehmziegeln noch steht: zwei Verteidigungsanlagen, die mehr als fünfzehn Jahrhunderte auseinanderliegen und nicht weit voneinander entfernt sind.

