Die Kirche Maria Santissima delle Grazie in Gela wurde 1261 von den Minoriten erbaut und wurde 1574 dauerhafter Sitz der Kapuziner. Es ist die Kirche der Madonna delle Grazie, deren Standbild im Mittelpunkt des Festes steht, das die Menschen in Gela am meisten bewegt.
Sehenswertes
Ursprünglich einschiffig, erfuhr die Kirche im Lauf des gesamten 20. Jahrhunderts tiefgreifende bauliche Veränderungen. Sie beherbergt eine hölzerne Statue von 1813, die die Madonna delle Grazie darstellt, ein Werk von Vincenzo Genovese: Jedes Jahr am 2. Juli wird sie in einer Prozession durch die Straßen der Stadt getragen.
Die Quellen beschreiben das Fest als das am stärksten empfundene religiöse Ereignis der Bevölkerung: eine Prozession der Gläubigen barfuß durch die Straßen der Oberstadt, hinter dem Standbild aus dem 19. Jahrhundert her, das für Spenden in Geld und Wertsachen haltmacht; die Zeremonie des Entkleidens der von der Madonna begnadeten Kinder; die großen, mit Girlanden geschmückten Kerzen, die die Gläubigen von Hand tragen. Es endet mit der Rückkehr des Standbilds und einem Feuerwerk über dem Meer.
Der Besuch
Die Kirche liegt in Gela. Öffnungszeiten oder Besuchsmodalitäten nennen die herangezogenen Quellen nicht: Sie sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Um die Kirche in ihrem lebendigsten Moment zu erleben, muss man am 2. Juli in Gela sein, dem Tag der Prozession; zu den Begleitveranstaltungen gehört der Markt in der Via Mare. Es lohnt sich, das Programm vorab bei der Stadt oder der Pfarrei zu erfragen, da die Quellen keine Einzelheiten nennen.




