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⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa di Santa Maria di Porto Salvo

📍 Cefalù, Sizilien · 59/100

Die Kirche Santa Maria di Porto Salvo geht auf ein Gelübde zurück: Nach dem Seesieg von 1524 und der wohlbehaltenen Rückkehr der Flotte nach Palermo weihte die Stadt sich der Jungfrau. Antonello Gagini entwarf den Bau im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. 1526 begannen die Arbeiten, die über dreißig Jahre dauerten; beteiligt waren toskanisch-carrarische Handwerker wie Santino di Chicco di Petrancione für die Beschaffung der Marmore und Fedele da Carona für die Bauleitung, unterstützt vom Schatzmeister Giovanni di Blasco. Nach Gaginis Tod 1536 führten seine Söhne Antonino und Giacomo den Bau weiter. 1581 wurde das Gebäude teilweise abgeschnitten und verkleinert, um die von Vizekönig Marcantonio Colonna angeordnete Verlängerung des Cassaro zu ermöglichen. Die Kirche liegt im Palermer Viertel Kalsa.

Sehenswertes

Außen hat die Kirche zwei Hauptfronten: die dreiteilige Seite entlang der Via Portosalvo und die Fassade zum Cassaro, beherrscht vom Portal, das Giacomo Gagini 1559 gemeißelt hat, und bekrönt von einem kleinen Glockenturm. An der Nordseite steht die Fontana della Doganella aus Billiemi-Marmor. Der Einschnitt des 16. Jahrhunderts durch die Straßenöffnung brachte einen Attikaaufsatz mit Lisenen und ein zweites Gesims mit sich. Der Innenraum ist durch Marmorsäulen in drei Schiffe gegliedert, mit Seitenkapellen voller spätgotischer Elemente und einem Sterngewölbe, das Antonio Scaglione ausgemalt hat. Zu den bewahrten Werken zählen die Verkündigung von Giovanni Paolo Fondulli aus dem Jahr 1590, eine Rosenkranzmadonna, ein hölzernes Triptychon mit der Madonna zwischen der heiligen Maria Magdalena und dem heiligen Antonius, ein Abendmahl und mehrere Leinwände, die der Schule Pietro Novellis zugeschrieben werden.

Tipp der Redaktion

Wirf einen Blick auf die Front zum Cassaro: Dort siehst du, wie eigenwillig Attika und Gesims übereinanderliegen – beide entstanden, um die Kirche nach dem Einschnitt von 1581 für die Straßenerweiterung neu zu formen.

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