Die Basilica del Murgo ist ein nie vollendeter Bau aus der Zeit Friedrichs II. in Agnone Bagni, im Gebiet von Augusta, wenige hundert Meter vom Strand entfernt. Gegründet wurde sie von den Zisterziensermönchen der nahen Abtei Santa Maria di Roccadia, auf Drängen des Kaisers selbst, und sie lässt sich in die Zeit zwischen 1220 und 1224 datieren.
Sehenswertes
Geblieben sind die Anfänge der Mauern, etwa zwei Meter dick und zwischen zwei und drei Meter hoch. Die Kirche war dreischiffig angelegt, und sie war groß: etwa neunzig Meter lang und zwanzig breit.
Zu erkennen sind die Basen des Hauptportals, der Schmuck der quadratischen Apsiden, einige Kapitelle, die Halbsäulen, die die Rippen der Kreuzgewölbe in den Seitenschiffen tragen sollten, und, in tadellosem Zustand, die spitzbogige Tür des Querhauses. Auf der mittleren Apsis wurde 1707 eine Kapelle gebaut.
Der Besuch
Die Reste liegen auf Privatgrund und sind im Lauf der Jahrhunderte stark entstellt worden: Wer sie sehen will, muss sich vor Ort erkundigen und darf den Zugang nicht als selbstverständlich annehmen.
Tipp der Redaktion
Friedrich II. ist derselbe, der wenige Jahre später, zwischen 1232 und 1242, das Stauferkastell von Augusta bauen ließ. Wer die Gegend bereist, kann die beiden Unternehmungen des Kaisers nebeneinanderstellen: die vollendete Festung und die halb fertig gebliebene Kirche.


