Die Kirche Santa Maria Assunta ist die Mutterkirche von Augusta, an der Piazza Duomo, mit der Front nach Osten. Der heutige Bau wurde auf den Ruinen der Kirche neu errichtet, die beim Erdbeben von 1693 einstürzte; zu Beginn des 18. Jahrhunderts war sie die einzige Pfarrei der Stadt.
Sehenswertes
Die Front hat zwei Ordnungen, verbunden durch breite seitliche Voluten. Unten öffnen sich drei Türen, eine je Schiff, und über dem Haupteingang liegt das Fenster der Sängerempore. Die Glockenstube hat drei kleine Öffnungen mit schmiedeeisernen Balkönchen, die Arbeit eines örtlichen Handwerkers; oben schließt ein Giebel mit Zahnschnittgesims. Das Innere hat die Form eines lateinischen Kreuzes, drei Schiffe und ein Tonnengewölbe auf Pfeilern mit Pilastern.
Zur Apsis steigt man über eine breite Mitteltreppe: An den Seiten steht das hölzerne Chorgestühl, oben in der Mitte hängt das Gemälde der Himmelfahrt Mariens. Der Hochaltar ist aus Marmor, mit Reliefs: unten das Kreuz, Jesus mit den beiden Emmausjüngern und der Anker, oben das Opfer Isaaks. In den Seitenschiffen gibt es acht Altäre, vier auf jeder Seite, die Sakramentskapelle hinter einem schmiedeeisernen Gitter, die Kapelle des Kruzifixes und das Baptisterium, mit einem Majolikarelief der Taufe Jesu über einem halbkugelförmigen Taufbecken mit achteckigem Rand. Oben erzählen zehn bebilderte Lünetten das Leben der Madonna, von der Verkündigung bis zur Dormitio.
Der Besuch
Öffnungs- und Messzeiten sind bei der Pfarrei zu erfragen. Vier Gemälde im Presbyterium, mit Episoden aus dem Marienleben, wurden im Hinblick auf die Restaurierung der Kirche abgenommen.
Tipp der Redaktion
Im Mittelschiff, auf der linken Seite, steht eine Holzkanzel, geschnitzt vom Meister Stagnaro aus Augusta, und etwas weiter die Orgel mit der Empore, wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert. Sehen Sie sich gegenüber der Orgel den Bogen an: Zwei kleine Marmortafeln erinnern daran, dass dort der «banco senatorio» stand, die Bank des städtischen Senats.

