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🖼️ Museen

Museo ebraico di Firenze

📍 Firenze, Toskana · 59/100

Die Synagoge von Florenz erkennt man von weitem an der grünen Kupferkuppel, und aus der Nähe überrascht sie, weil sie im maurischen Stil gebaut ist, mit Bögen, Bändern aus weißem und rosa Stein und geometrischem Schmuck. Sie wurde am Ende des neunzehnten Jahrhunderts gewollt, als die italienischen Juden Bürger wie alle anderen geworden waren und endlich einen großen, sichtbaren Tempel bauen konnten. Darin liegt das Museum der Gemeinde.

Sehenswertes

Das 1981 eröffnete Museum nimmt zwei Geschosse des Gebäudes ein und erzählt die Geschichte der Florentiner Juden: die frühen Ansiedlungen, das im sechzehnten Jahrhundert vom Großherzog eingerichtete Ghetto, das abgerissen wurde, als Florenz Hauptstadt wurde, die Emanzipation, die Rassengesetze, die Deportation, die Rückkehr. Es gibt Fotografien, Filme, Dokumente und Gegenstände des täglichen Gebrauchs.

Der andere Teil besteht aus Silber, Textilien und Kultgegenständen: Kronen und Aufsätze für die Torarollen, Lampen, bestickte Vorhänge, manche aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Es sind Arbeiten italienischer Handwerker, und sie zeigen, wie sehr die jüdischen Gemeinden in der Kunstkultur des Landes standen.

Der Besuch

Die Synagoge liegt in der Via Farini, im Viertel Sant'Ambrogio, zehn Minuten zu Fuß vom Dom; Eintritt gegen Gebühr, Synagoge und Museum zusammen, samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen, mit Sicherheitskontrollen am Eingang. Eine Stunde.

Tipp der Redaktion

Im Jahr 1944 verminten die abziehenden Deutschen die Synagoge, um sie zu sprengen: Der Bau wurde beschädigt, aber nicht zerstört. Dann, neunzehnhundertsechsundsechzig, überschwemmte das Hochwasser des Arno dieses Viertel und verdarb Bücher und Ausstattung. Sehen Sie die Wände an: Die Spuren dieser beiden Daten sind noch da, und die Führung zeigt Ihnen wo.

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