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Museo archeologico nazionale di Firenze

📍 Firenze, Toskana · 78/100

Der Palazzo della Crocetta entstand nicht als Museum. Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts baute Giulio Parigi im Auftrag Cosimos II. einige Medici-Gebäude um und erweiterte sie, um daraus die Residenz für die Schwester des Großherzogs zu machen, Prinzessin Maria Maddalena, die schwere körperliche Behinderungen hatte. Das Museum kam viel später: Es wurde 1870 als Etruskisches Museum eröffnet, in Anwesenheit Viktor Emanuels II., an einem anderen Ort der Stadt, und zog etwa zehn Jahre danach hierher, wo es sich mit dem Ägyptischen Museum vereinigte, das schon seit 1855 bestand.

Sehenswertes

Die Sammlungen versammeln die besten Stücke aus Grabungen in ganz Toskana sowie im nördlichen Latium und in Umbrien: etruskische und römische Funde und eine Sammlung griechischer Vasen, von denen viele in etruskischen Gräbern gefunden wurden, was allein schon sagt, wie viel im Mittelmeer gehandelt wurde. Zu den Werken, die niemand auslässt, gehören die Chimäre von Arezzo, der Arringatore, die François-Vase und der Idolino von Pesaro. Am Ursprung von allem stehen die Sammlungen der Medici und der Lothringer, in mehreren Etappen von den Uffizien hierher gebracht.

Der Besuch

Die ägyptische Abteilung hat ihre eigene Geschichte. Sie entstand in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts teils durch die Ankäufe Peter Leopolds von Toskana, teils durch eine vom Großherzog selbst geförderte Expedition, geführt von dem Toskaner Ippolito Rosellini zusammen mit dem Franzosen François Champollion, jenem Mann, der die Hieroglyphen entziffert hatte. Im Garten, seit dem frühen zwanzigsten Jahrhundert öffentlich zugänglich, wurden mehrere monumentale Etruskergräber mit Originalmaterial wieder aufgebaut, das man von den Fundorten hergebracht hatte: Man geht zwischen Stück für Stück neu zusammengesetzten Gräbern.

Tipp der Redaktion

Dieses Museum trägt noch die Spuren des Wassers. Am 4. November 1966 traf es die Flut mit voller Wucht und zerstörte das Topographische Museum, jene Abteilung, die die Etrusker anhand des in Grabungen gesammelten Materials erzählte: Dieser Teil wurde nie wieder aufgebaut. Den Rest wieder herzurichten dauerte Jahrzehnte, und die Säle im ersten Geschoss wurden erst rund vierzig Jahre später wiedereröffnet. In den Depots liegen weiterhin mehr als hunderttausend Objekte, für die im Rundgang kein Platz ist und die im Wechsel gezeigt werden: ein Museum, das weit mehr besitzt, als es zeigen kann.

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