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🖼️ Museen

Officina profumo-farmaceutica di Santa Maria Novella

📍 Firenze, Toskana · 63/100

Es ist ein Laden, man geht ohne zu zahlen hinein, und er sieht aus wie eine Kapelle, weil er eine war. Die Officina Profumo-Farmaceutica di Santa Maria Novella belegt die Räume der alten Dominikanerapotheke; die Brüder hatten sich 1221 in Florenz niedergelassen und zogen im Klostergarten Kräuter für ihre Kranken, und der Verkauf an das Publikum begann der Überlieferung nach 1612. Der Hauptsaal hat freskierte Gewölbe, geschnitzte Holzvitrinen und Leuchter, und hinter dem Tresen verkauft man weiterhin Seifen, Wässer und Destillate nach denselben Rezepten.

Sehenswertes

Der Verkaufsraum ist die alte Kapelle San Niccolò, mit spätgotischen Fresken an den Wänden: Man kauft eine Seife unter einem Gewölbe, das am Ende des vierzehnten Jahrhunderts bemalt wurde. Von dort gelangt man in die inneren Räume, in denen die Officina ihre eigene Geschichte ausstellt: Steinmörser, kupferne Destillierapparate, Waagen, Majolikagefäße mit den von Hand geschriebenen Namen der Substanzen und die Verkaufsbücher.

Das Produkt mit der besten Geschichte ist das Wasser der Königin, ein Zitruskölnischwasser, bereitet für Caterina de' Medici, als sie 1533 Florenz verließ, um den künftigen König von Frankreich zu heiraten; der Name hat sich nie geändert. Daneben stehen der Essig der sieben Diebe, den man gegen Ohnmachten roch, und der Alchermes, der rote Likör, mit dem man noch heute die Löffelbiskuits tränkt. Der Grüne Saal und die Sakristei lassen sich wie ein kleines Museum besichtigen, und niemand wird Sie auffordern, etwas zu kaufen.

Der Besuch

Der Eingang liegt in der Via della Scala, drei Minuten vom Bahnhof Santa Maria Novella und fünf von der Basilika; täglich durchgehend geöffnet, Eintritt frei. Eine halbe Stunde, länger, wenn man die historischen Räume ansieht. Mittags füllt es sich mit Gruppen: besser am frühen Morgen oder in der letzten Stunde.

Tipp der Redaktion

Bleiben Sie nicht am Tresen: Durchqueren Sie den Verkaufsraum und gehen Sie in die hinteren Zimmer, die fast niemand öffnet. Dort stehen die echten Geräte der Klosterapotheke, und der Geruch wechselt an jeder Tür, von Jasmin zu Wachs. Kehren Sie dann um und heben Sie den Blick zu den Gewölben: Sie kaufen Parfüm in einer Kirche des vierzehnten Jahrhunderts, und Florentiner geht es in einer halben Stunde nicht.

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