Die Barbarakapelle in Meran steht hinter der Apsis der Pfarrkirche. Ursprünglich war sie die Totenkapelle des Friedhofs, der bis 1848 die Hauptkirche der Stadt umgab und von dem es seit 1335 Nachrichten gibt. Der heutige Bau geht auf einen Neubau der Jahre zwischen 1420 und 1440 zurück, vermutlich ein Werk des bayerischen Baumeisters Hans von Burghausen.
Sehenswertes
Die Kapelle hat einen achteckigen Grundriss auf zwei Geschossen und ein Pyramidendach. Das Obergeschoss betritt man durch zwei gotische Portale über sechs Stufen: Es ist ein einziger Raum mit einem Rippengewölbe.
Hier stehen drei Altäre. Der Altar der Immaculata mit dem Jesuskind wird Mathias Pussjäger zugeschrieben; dann gibt es einen gotischen Flügelaltar des 15. Jahrhunderts aus Deutschland, der 1895 erworben wurde; den Barbara-Altar gab die Bruderschaft der Fassbinder in Auftrag, wiederum bei Pussjäger, und später kamen die Seitenfiguren von Gregor Schwenzengast hinzu.
Der Besuch
Für das Publikum ist normalerweise das Obergeschoss geöffnet. Die Öffnungszeiten sind vor Ort zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Unter der Kapelle liegt ein zweiter Raum, der ursprünglich als Beinhaus diente: ein gewölbter Raum, getragen von vier Granitsäulen.

