Das Frauenmuseum Meran liegt im Zentrum der Stadt, am Kornplatz, in einem ehemaligen Klarissenkloster, und wird vom gleichnamigen Verein geführt. Gegründet wurde es 1988 von Evelyn Ortner, die es zunächst in einem Gebäude unter den Lauben einrichtete. Den Verein gibt es seit 1993; 2011 zog er in den Sitz am Kornplatz, wo mit Hilfe der Autonomen Provinz Bozen und der Gemeinde ein Museum auf zwei Stockwerken entstand.
Sehenswertes
Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte der Frau in den letzten zwei Jahrhunderten, innerhalb des sozialen und kulturellen Umfelds, in dem sie sich abspielte. Die Objekte sind Kleider, Accessoires und Dinge des Alltags: Material, das die Geschichtsschreibung beiseitegelassen hatte, weil es aus dem privaten Bereich stammte. Das Ziel ist nicht, die gesamte weibliche Wirklichkeit des 19. und 20. Jahrhunderts in der westlichen Gesellschaft darzustellen, sondern Frauenbilder und Rollen sichtbar zu machen.
Ein Saal ist den Sonderausstellungen vorbehalten, die besonderen Frauenthemen gewidmet sind und historische Aspekte vertiefen oder heutige Debatten aufgreifen. Das Museum hat auch eine ständig wachsende Fachbibliothek und veranstaltet Seminare und Tagungen.
Der Besuch
Öffnungszeiten und Eintritt sind auf der Website des Museums zu prüfen.
Tipp der Redaktion
2008 fand in Meran der erste internationale Kongress der Frauenmuseen statt, und seither koordiniert dieses Museum das Netzwerk, das sie verbindet, die International Association of Women's Museums, mit mehr als dreißig Mitgliedern in aller Welt. Schirmherrin des Netzwerks ist Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin von 2003.


