Scena

Provinz: Bozen — Südtirol · Region: Trentino-Südtirol · Einwohner: 2.838 · PLZ: 39017

Im Jahr 1845 kaufte Erzherzog Johann von Habsburg-Lothringen das Schloss Schenna, und am vierundzwanzigsten Juni 1869 wurde er hier bestattet, im neugotischen Mausoleum, das daneben errichtet wurde und in dem auch seine Familie ruht. Das Schloss war Sitz der Herren von Schenna gewesen, die die Herrschaft von etwa der Mitte des zwölften Jahrhunderts bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1369 innehatten, und ihr Zeichen — ein roter Löwe, der aus einem schwarzen Feld hervorgeht, auf Silber — ist das Wappen, das die Gemeinde führt. Es war vor dem Ersten Weltkrieg in Gebrauch, dann nicht mehr; ein Beschluss des Gemeinderats stellte es 1967 wieder her. Im Schloss befindet sich die umfangreichste private Sammlung zum Tiroler Kämpfer Andreas Hofer.

Der Name ist zwischen 1116 und 1122 als Schennano und 1270 als Schenan bezeugt, und die Philologen leiten ihn von einem lateinischen Personennamen ab, Sconius, vermutlich einem Grundbesitzer. Doch es gibt eine zweite Lesart, und sie ist der Grund, warum man lange Schönna schrieb: schöne Au. Der Ortsdialekt sagt noch immer Schönnen. Hier, im Burggrafenamt, hat fast jeder Deutsch als Muttersprache — etwa siebenundneunzig von hundert bei der letzten Zählung, der Rest Italienisch und eine Handvoll Ladiner; und die Dörfer haben je zwei Namen, Schennaberg und Montescena, Tall und Valle. Ab dem sechsten und siebten Jahrhundert kamen Menschen aus Franken und Bayern hierher; vor ihnen hatte es, wenn die Philologen recht haben, einen Römer mit einem Landgut gegeben.

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