San Lorenzo Dorsino

Provinz: Trient · Region: Trentino-Südtirol · Einwohner: 1.607 · PLZ: 38078

San Lorenzo in Banale ist nicht ein Dorf, sondern sieben: Pergnano, Senaso, Glolo, Berghi, Dolaso, Prusa und Prato, die Sette Ville, deren Andenken noch im Wappen der Gemeinde steht, in Gestalt von Bezanten. Hier hat um 1875 jemand die ciuìga erfunden: eine Wurst aus Schweinefleisch, vermischt mit gekochten Rüben, also wenig Fleisch, gestreckt mit dem, was die Felder hergaben, und heute ein Slow-Food-Presidio. Der Ort war römisch, wie die hier gefundenen Inschriften und Grundstücksurkunden sagen; im zwölften Jahrhundert wurde die bischöfliche Feste Castel Mani errichtet, und die Herrschaft des Bischofs von Trient dauerte bis 1800; nach dem Wiener Kongress ging das Banale 1815 an die tirolische Verwaltung über. Im Jahr 1868 nahm das Feuer zwei der sieben Dörfer: Pergnano am 10. Juli und Senaso am 9. November.

Am ersten Januar 2015 wurden San Lorenzo in Banale und Dorsino eine einzige Gemeinde, San Lorenzo Dorsino, mit dem Sitz in San Lorenzo; und das im März jenes Jahres genehmigte Wappen ist ein Vertrag in Bildern. Vom Emblem San Lorenzos übernimmt es die halbgespalten-geteilte Anlage, die Bögen, die Bezanten der Sette Ville und das Herzschildchen; von jenem Dorsinos den schreitenden Bären und drei Tannen, eine für jeden seiner drei Ortsteile. Die Deutung des Ganzen ist die Treue zum Fürstbistum, also zu jener Gewalt, die diesseits der Berge bis 1800 regierte. Auch die Kirchen liegen verstreut, eine je Dorf: Santa Maria Assunta in Tavodo, San Lorenzo in San Lorenzo in Banale, die Wallfahrtskirche der Madonna di Caravaggio in Deggia, Santi Sebastiano e Rocco in Pergnano, San Giorgio in Dorsino.

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