Die venezianische Villa, in der heute das Stadtmuseum von Abano Terme untergebracht ist, entstand zwischen 1566 und 1576 auf Betreiben des Arztes Giovanni Antonio Secco aus Crema und verbindet Renaissancearchitektur mit einer vielschichtigen Privatsammlung. Das Museum verdankt sich den Schenkungen, die Isabella Hübsch, die Witwe des Sammlers Roberto Bassi Rathgeb, 1972 und 1980 auf den Weg brachte; der Rundgang reicht von der Malerei der Renaissance bis zur Skulptur des 20. Jahrhunderts.
Sehenswertes
Das Gebäude erhebt sich über zwei Geschosse, mit einer dreibogigen Loggia, zwei seitlichen Türmen und einem Garten davor. Im Inneren bewahrt das Hauptgeschoss Fresken des 16. und 17. Jahrhunderts mit Episoden aus Ovids Metamorphosen und aus der Genesis. 1769 ging der Besitz an die Brüder Giovanni Antonio und Francesco Dondi dall'Orologio über, die feine mehrfarbige Stuckaturen des 18. Jahrhunderts anbringen ließen; sie verdeckten die älteren Malereien zum Teil.
Die Dauerausstellung umfasst Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafik, Waffen, Rüstungen und Möbel. Unter den Bildern stechen Werke der lombardischen Renaissance und der Vedutenmaler des 18. und 19. Jahrhunderts hervor, mit Namen wie Moretto da Brescia, Giovan Battista Moroni, Giovanni Cariani, Alessandro Magnasco, Fra Galgario, Giacomo Ceruti sowie Pietro und Alessandro Longhi. Aus der ersten, im 19. Jahrhundert von Alberto Rathgeb angelegten Sammlung stammt ein Porträt von Cesare Tallone; die grafische Abteilung enthält Blätter von Bernardino Campi, Giandomenico Tiepolo, Giacomo Quarenghi und Francesco Hayez. Bei den Skulpturen finden sich Arbeiten des 20. Jahrhunderts von Nino Galizzi, darunter eine weibliche Büste aus den Dreißigerjahren.
Der Besuch
Die Gemeinde Abano Terme erwarb das Gebäude 1979. Bis zum endgültigen Umzug in die venezianische Villa im Dezember 2018, nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten, waren die Werke der Sammlung Bassi Rathgeb im Wechsel an verschiedenen Orten der Stadt zu sehen, ab 1996 in einem Pavillon auf dem Hügel Montirone. Heute führt der Rundgang durch die freskierten Säle des Hauptgeschosses.
Tipp der Redaktion
In den Skulpturensälen verdient die weibliche Büste besondere Aufmerksamkeit, die Nino Galizzi in den Dreißigerjahren geschaffen hat: Sie steht vor einem Spiegel, damit du sie rundum betrachten kannst.
