Sehenswertes
Im Park sieht man die Travertinkuppe, durchzogen von geologischen Brüchen. An der Außenwand des Gebäudes links vom Eingang ist die Nachbildung einer römischen Weiheinschrift eingemauert, die Gaius Cluentius Proculus dem Aponus widmete; das Original wird im Museo Civico Archeologico in Padua aufbewahrt. Bei den Grabungen von 1951 kam ein Depot mit glasierten Rhyta und Bechern vom Typ Aco ans Licht, ein Beleg dafür, dass man das Wasser in augusteischer Zeit auch trank, um sich zu heilen. Gegenüber dem Hügel steht das ehemalige Oratorium San Giovanni, 1779 vom Architekten Domenico Cerato für die Kurgäste entworfen: Der kleine Bau hat ein Portal mit Gewänden aus Nanto-Stein, eine Widmungsinschrift an der Fassade und im Rundfenster des Giebels einen Markuslöwen aus Vicenza-Stein, der bei den Restaurierungen von 1987-1988 wieder zum Vorschein kam. Im Inneren blieb ein Altar des 18. Jahrhunderts aus Stuck und rotem Veroneser Marmor erhalten. Die Gebäude am Parkeingang, im 19. Jahrhundert nach Plänen von Giuseppe Jappelli umgestaltet, beherbergten die städtischen Galerien, bevor diese in die Villa Bassi Rathgeb umzogen.
Der Besuch
Das Gelände des Montirone dient heute als öffentlicher Stadtpark und ist frei zugänglich. Das ehemalige Oratorium San Giovanni wurde in den 1950er Jahren entweiht, nachdem die gottesdienstlichen Aufgaben an die neue Kirche Sacro Cuore übergegangen waren; es ist in Privatbesitz und wird als Raum für Wechselausstellungen genutzt.
Tipp der Redaktion
Wenn du vor der Fassade von Ceratos ehemaligem Oratorium stehst, achte auf die Nische des Rundfensters: Das Relief aus Vicenza-Stein mit dem Markuslöwen war bis zu den Restaurierungen von 1987 hinter einer Ziegelvermauerung verborgen und hat so das Zeugnis der venezianischen Herrschaft des 18. Jahrhunderts bewahrt.
