Stanghella

Provinz: Padua · Region: Venetien · Einwohner: 4.331 · PLZ: 35048

Der Name ist 1593 bezeugt und ist eine Verkleinerungsform von stanga, der Stange, dem Zaun; manche hören darin allerdings die Tümpel, die es hier tatsächlich gab. Das 1930 verliehene Wappen erzählt dasselbe: Das grüne Feld erinnert an die Zeit, als die alte Fossa Lovara die ganze Gegend durchzog und alles Teiche und Sumpf war, der Wellenpfahl ist der Kanal von Santa Caterina, der vor den Trockenlegungen der Serenissima mitten durch den Ort lief, die roten Bänder sind die Rebzeilen, und das goldene Rad im Schildfuß ist das Attribut der heiligen Katharina von Alexandrien, der Patronin.

Mitten im Ort, auf dem nach dem Partisanen Otello Pighin benannten Platz, steht das Gefallenendenkmal, das Virgilio Milani 1921 schuf. Milani, aus Rovigo, entschied sich, den Polesine nie zu verlassen, und verbrachte sein Leben damit, dessen Tote zu formen: Nach den Gefallenen von Stanghella kamen 1947 die Gedenkstätte für das Massaker von Villamarzana und 1952 das Denkmal für die vierundachtzig Ertrunkenen des Po-Dammbruchs. Im selben Ort bewahrt das ethnographische Museum in der Bibliothek die Arbeitsgeräte aus der Zeit vor der Mechanisierung: das Gedächtnis der unteren Paduaner Ebene, in einem Raum untergebracht.

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