Die Kirche Santa Maria di Pennaluce steht auf dem Vorgebirge Punta Penna in Vasto, neben dem großen Leuchtturm. Ihren Namen hat sie von Pennaluce, der kleinen Siedlung, die hier im Mittelalter zusammen mit einer Festung entstand. Der Bau ist das Ergebnis mehrerer Erneuerungen früherer Votivkapellen: Am 30. Oktober 1618 wurde am Eingang gearbeitet, und zwischen 1676 und 1689 ließ Diego d'Avalos, Markgraf von Vasto, sie ganz neu bauen und gab ihr den Grundriss eines griechischen Kreuzes, den sie noch hat. Papst Innozenz XI. gewährte den Gläubigen der Kirche den vollkommenen Ablass für den Ostermontag.
Sehenswertes
Das heutige Äußere stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts, als der Architekt Francesco Benedetti es erneuerte und einen neuen Portikus hinzufügte; der Grundriss ist ein griechisches Kreuz geblieben.
Auf demselben Vorgebirge stehen der 70 Meter hohe Leuchtturm und der Küstenturm des 16. Jahrhunderts; zu seinen Füßen liegt der Hafen von Vasto.
Der Besuch
Die Kirche liegt weit vom Zentrum, im Hafengebiet: Öffnungszeiten und Gottesdienste sind bei der Gemeinde Vasto oder beim Bistum zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Am zweiten Sonntag im Mai wird hier die Madonna della Penna gefeiert, mit einer langen Prozession von Fischkuttern und Booten. Mit der Statue ist eine Legende verbunden: Von türkischen Piraten geraubt, soll sie an derselben Stelle wiedergefunden worden sein, von der sie fortgetragen worden war, während das Schiff der Piraten sank. Die d'Avalos stifteten eine Rente von zweitausend Dukaten, damit der Papst die Kirche zur Abtei der Familie erhebe.


