⛪ Kirchen und Heiligtümer

Duomo di Vasto

📍 Vasto, Abruzzen · 58/100

An dieser Kirche zählt das Gesicht: Portal und Rosette des vierzehnten Jahrhunderts, in Stein gehauen, sind alles, was vom mittelalterlichen Bau blieb. Der Rest wurde mehrfach erneuert und erweitert, und auch der Name wechselte: Sie war der heiligen Margareta geweiht, dann dem heiligen Augustinus, und seit 1808 ist sie dem heiligen Josef gewidmet.

Sehenswertes

Die Rosette ist strahlenförmig, mit gearbeitetem Rahmen, und sitzt über einem Spitzbogenportal mit Säulchen an den Seiten: Es sind die beiden Elemente, die die Kirche als Bau eines Bettelordens ausweisen, im dreizehnten Jahrhundert mit einem einzigen Schiff und offenem Dachstuhl errichtet, typisch für jene, die Menschen zur Predigt hereinholen mussten.

Innen zeigt sich das Bild der Erneuerungen des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts, und vom ursprünglichen Bau blieben wenige Spuren, darunter ein kleines Fenster an der Nordseite. 1853 wurde die Kirche zur Kathedrale erhoben, als Vasto einen eigenen Bischofssitz erhielt, und heute ist sie Konkathedrale zusammen mit jener von Chieti.

Der Besuch

Der Dom liegt an der Piazza Pudente, in der Altstadt von Vasto, fünf Minuten vom Hauptplatz; Eintritt frei, mittags und während der Gottesdienste geschlossen. Zwanzig Minuten.

Tipp der Redaktion

Sehen Sie sich die Fassade aus der Nähe an und suchen Sie die Stelle, an der der alte Stein endet und das jüngere Mauerwerk beginnt: Man erkennt sie mit bloßem Auge, denn die Quader passen nicht zusammen. Es ist ein Bau, der nur sein Gesicht bewahrt und alles andere gewechselt hat, und diese Geschichte wiederholt sich in den Abruzzen zwischen Erdbeben und Wiederaufbauten oft.

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