⛪ Kirchen und Heiligtümer

Eremo di San Grato

📍 Charvensod, Aostatal · 43/100

Über dem Glockenturm steht eine drei Meter hohe Statue, die auf Aosta hinabsieht: Der Valdostaner Basil Thomasset schuf sie 1863. Darunter liegt die Kapelle des heiligen Gratus, Bischof von Aosta im 5. Jahrhundert, der sich der Überlieferung nach hier oben zur Andacht zurückzog, auch wenn die Urkunden den Bau erst ab dem 13. Jahrhundert nennen.

Sehenswertes

Die Einsiedelei liegt auf 1.773 Metern über dem Dorf Péroulaz. Es ist ein schlichter Bau, 1754 erweitert und im April 1918 von einer Lawine teilweise zerstört. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert lebten hier in der warmen Jahreszeit weitere Eremiten, darunter François Lavy aus Saint-Nicolas und Louis Prétel. Für den Abbé Henry war der heilige Gratus die eindrucksvollste Gestalt der valdostanischen Geschichte, und dieser Ort erklärt ihn besser als eine Biografie.

Der Besuch

Von Charvensod geht man auf dem Weg 102 durch den Wald hinauf. Wer abkürzen will, nimmt die Gondelbahn Aosta-Pila und kommt fast auf gleiche Höhe, womit der Anstieg weitgehend entfällt. In der Nacht vom 6. auf den 7. September zieht La route des jeunes von der Kirche in Pila herauf und endet hier.

Tipp der Redaktion

Die Statue sieht man von Aosta aus, doch entscheidend ist die Gegenrichtung: Von hier liegen die ganze Stadt und die Ebene im Blick. Wenn möglich abends kommen, wenn der Talboden aufleuchtet und die Schattenseite dunkel bleibt.

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