🌿 Gärten und Thermen

Giardino botanico alpino Paradisia

📍 Cogne, Aostatal · 57/100

Am Ende des Valnontey, im Nationalpark Gran Paradiso, liegt ein botanischer Garten auf siebzehnhundert Metern Höhe. Die Parkverwaltung eröffnete ihn 1955, um die Flora dieser Berge zu bewahren und zu zeigen, und der Ort wurde gewählt, weil die Mulde erlaubt, verschiedene Lebensräume dicht beieinander nachzubauen. Der Name stammt von der weißen Lilie, die auf den Wiesen ringsum wächst.

Sehenswertes

Die Beete sind nicht nach Schönheit geordnet, sondern nach Lebensraum: Moräne, Geröllhalde, Moor, Felswand, Alpweide. Jedes versammelt die Pflanzen, die in der Natur beieinanderstehen, sodass man nicht einzelne Blumen erkennen lernt, sondern die Gesellschaften, in denen sie leben; so liest man einen Berg wirklich.

Dazu kommen die Abteilung der Heilpflanzen, jene der Flechten und die Arten aus anderen Gebirgen der Welt, die hier ein ähnliches Klima finden wie zu Hause. Neben dem Garten arbeitet eine Station für alpine Biologie, und die Arbeit an Herbarium und Samensammlung läuft seit den siebziger Jahren.

Der Besuch

Der Garten liegt in Valnontey, zwei Kilometer von Cogne, zu Fuß am Bach entlang oder mit dem Zubringer erreichbar; er öffnet nur in der Sommersaison, mit Eintrittskarte, und schließt im Winter, weil unter dem Schnee nichts zu sehen ist. Anderthalb Stunden.

Tipp der Redaktion

Hören Sie ab und zu auf, nach unten zu sehen, und heben Sie den Blick zu den Hängen gegenüber: Mit einem Fernglas erkennt man Steinböcke auf den Felsen. Dieser Park entstand, um die letzten der Alpen zu retten, und der Garten liegt genau am Ende jenes Tals, in dem sie überlebten. Beides ist dieselbe Geschichte, aus zwei Höhen gesehen.

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