Über dem Eingang steht noch die französische Inschrift: Laiterie de Tréby, fondée l'an du Seigneur 1897. Es war eine latteria turnaria, eine Genossenschaft, in der die Mitglieder ihre Milch ablieferten und abwechselnd den Käse des Tages nach Hause trugen: ein System, das hier bis in die achtziger Jahre hielt.
Sehenswertes
Die Käserei entstand am 25. Juli 1897 und zog am 21. Mai 1902 in die Räume der Bruderschaft vom Heiligen Geist, die das Gebäude seit 1012 nutzte. Werkzeug und Einrichtung des Handwerks blieben im Inneren erhalten, gerettet zusammen mit dem Bau: ein stehengebliebener Arbeitsort, keine nachträglich zusammengetragene Sammlung.
Der Besuch
2000 gingen Anlage und Bestände an die Gemeinde Donnas über, die das Gebäude restaurierte; 2008 öffnete das Ökomuseum für das Publikum. Führungen gibt es an den Frühjahrstagen des italienischen Umweltfonds.
Tipp der Redaktion
Eine halbe Stunde genügt, am besten verbunden mit einem Gang durch den alten Ortskern und über die Römerstraße, beide wenige Schritte entfernt. Wer andere alpine Genossenschaftskäsereien kennt, merkt hier, wie wenig es brauchte, um eine zu betreiben.
