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Foro di Traiano

📍 Roma, Latium · 78/100

Es ist das ausgedehnteste und großartigste der Kaiserforen und das letzte der Zeit nach. Trajan baute es mit der Beute aus der Eroberung Dakiens und weihte es nach den Fasti ostienses 112 ein; der Entwurf wird Apollodor von Damaskus zugeschrieben. Die Anlage maß 300 Meter in der Länge und 185 in der Breite und lag parallel zum Caesarforum und rechtwinklig zu dem des Augustus.

Sehenswertes

Darin lagen der Forumsplatz, die Basilica Ulpia, ein Säulenhof mit der Trajanssäule und zwei Bibliotheken. Dazu kam der Tempel des vergöttlichten Trajan und der Plotina, den Hadrian hinzufügte: Über seine Lage wurde lange gestritten, und mehrere Gegenvorschläge erwiesen sich als haltlos, bis er genau dort nachgewiesen wurde, wo ihn die Überlieferung angesetzt hatte, unter dem Palazzo Valentini. In der Mitte des Platzes stand ein überlebensgroßes Reiterstandbild des Kaisers.

Der Besuch

Es lohnt sich zu wissen, dass der Grundriss dieses Forums auf zwei verschiedene Weisen gelesen wurde. Lange sah man darin die monumentale Übertragung der principia, also des Hauptplatzes der Militärlager, was das Forum zu einer Erklärung kriegerischer Politik machte; heute gilt diese Lesart als überholt, und man nimmt eher an, dass es den Grundriss des Atrium Libertatis des Asinius Pollio wiederholt. Was sich nicht ändert, ist die Botschaft des Schmucks: das siegreiche Heer und die Tugenden seines Feldherrn, mit Trajan als Hauptfigur der Reliefs und der Statuen. Doch nicht alles schreit Krieg: Manche Elemente betonen eher den durch den Sieg gewonnenen Frieden als den militärischen Ruhm.

Tipp der Redaktion

Im Bereich des Forums lebt eine isolierte Kolonie von Süßwasserkrabben der Art Potamon fluviatile. Es sind etwa tausend, sie zeigen Merkmale von Riesenwuchs und stecken seit undenklicher Zeit im Kanalsystem der Anlage, so sehr, dass die Wissenschaft sie mit genetischer Kartierung untersucht. Woher sie kommen, ist das Beste daran: Wahrscheinlich stammen sie aus der Zeit, als auf den Trajansmärkten Fische und Krustentiere verkauft und Garnelen und Krabben gehalten wurden. Von jenem Markt ist der Handel dahin, die Stände sind dahin, nichts ist geblieben: Geblieben sind die Krabben, die sich ans Stadtleben gewöhnt haben und immer noch da unten sind.

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