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⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa di Santa Maria Assunta

📍 Lerici, Ligurien · 48/100

In der Pfarrkirche von San Terenzo hat sich ein Hochrelief aus dem 16. Jahrhundert erhalten, mit den Heiligen Fabian, Rochus und Sebastian, den drei Schutzpatronen, die man gegen die Pest anrief. Es ist älter als das Gebäude, das es beherbergt: Historische Quellen setzen den ersten Kirchenbau an dieser Stelle ins 17. Jahrhundert, 1740 wurde er umgebaut, zwischen 1919 und 1922 gründlich erneuert. Die Kirche ist Sitz der gleichnamigen Pfarrei im Vikariat Media Val di Magra des Bistums La Spezia-Sarzana-Brugnato.

Sehenswertes

Der Grundriss ist ein einziger rechteckiger Saal mit seitlich geöffneten Kapellen und einem Querhaus, das den Raum vor dem Presbyterium verbreitert: eine schlichte Dorfkirchenanlage, ohne Säulenreihen und ohne Seitenschiffe. Die Innenräume sind spätbarock, und ihr heutiges Aussehen verdanken sie vor allem der Bauphase des frühen 20. Jahrhunderts.

Das Relief der drei Heiligen bleibt das Stück, für das man anhält, gerade weil es zum Übrigen nicht passt: eine Skulptur des 16. Jahrhunderts, älter als die Mauern ringsum, die zwei Umbauten überstanden hat. Man sollte sie suchen, bevor Stuck und Seitenaltäre die Aufmerksamkeit abziehen.

Der Besuch

Die Kirche steht in der Via della Vittoria im Ortskern von San Terenzo, einem Ortsteil von Lerici an derselben Bucht: Von Lerici kommt man zu Fuß am Wasser entlang her, oder mit den Linienbussen aus La Spezia. Es gibt kein Museum und keine Kasse; als aktive Pfarrei richten sich die Öffnungszeiten nach den Gottesdiensten, die auf der Website des Bistums La Spezia-Sarzana-Brugnato stehen. Der Ort hat übrigens eine bewegtere Vergangenheit, als die Uferpromenade vermuten lässt: Am 28. September 1922 schlug ein Blitz in das Pulvermagazin von Falconara ein, die Explosion verwüstete den Ort und forderte zahlreiche Opfer.

Tipp der Redaktion

Wir legen diesen Halt in die Mitte eines Spaziergangs, nicht ans Ende. Aus der Kirche heraus geht es hinunter zum Wasser, und nach wenigen Minuten steht man vor der Villa Magni, dem Haus am Ufer, in dem Percy Bysshe Shelley von April bis September 1822 wohnte: Zwei Gebäude, kaum voneinander entfernt, erzählen die zwei Seiten des Ortes, das Fischerdorf und den Rückzugsort für Schriftsteller und Sommergäste. Wir empfehlen den späten Nachmittag, wenn das Licht flach von Westen kommt und der Strand sich zu leeren beginnt.

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