⛪ Kirchen und Heiligtümer

Chiesa dei Santi Filippo e Giacomo

📍 Luni, Ligurien · 48/100

Vor der Kirche stand eine byzantinische Kapelle, errichtet zwischen dem 6. und dem 7. Jahrhundert als Dank für die Einnahme der alten römischen Kolonie Luni. Der Langobardenkönig Rothari ließ sie schleifen. Im 11. Jahrhundert begann man an derselben Stelle von vorn, am höchsten Punkt des kleinen ummauerten Dorfes Nicola, und aus diesem Neubau ging die Kirche der Heiligen Philippus und Jakobus hervor. Im 15. Jahrhundert, nachdem sich der Gerichtsbezirk von Nicola vergrößert hatte, wurde sie zur Pfarrkirche erhoben und die gleichnamige Pfarrei gegründet.

Sehenswertes

Die Fassade ist heute gelb, früher war sie rosa. Zu beiden Seiten des Giebels stehen die Marmorstatuen der beiden Patrone. Im Inneren ein lateinisches Kreuz mit einem einzigen Schiff und barocker Ausstattung, Ergebnis zweier Bauphasen: Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche zum Platz hin verlängert und um mehr als einen Meter angehoben, im 17. Jahrhundert gab ihr eine zweite Sicherungs- und Erweiterungskampagne die heutige Gestalt. Die Restaurierungen von 1820 und 1975 haben an diesem Grundriss nichts geändert.

Die Kunstwerke verteilen sich fast alle entlang der Wände. Neben dem Taufbecken steht die Statue Johannes des Täufers von 1585. Am zweiten Altar links hängt eine gemalte Kreuzestafel aus der pisanisch-lucchesischen Schule des 13. Jahrhunderts, das älteste Stück des Hauses. Im Querschiff stammt die Rosenkranzmadonna vom Ende des 16. Jahrhunderts, im Presbyterium trägt das Relief der Zwölf Apostel die Jahreszahl 1537. Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Leinwand von Riccardo Martinelli, einem Maler aus Carrara.

Der Besuch

Nicola ist ein Ortsteil von Luni im unteren Val di Magra und wird über die Straße erreicht, die von Ortonovo durch Olivenhaine ansteigt. Das Dorf ist eng und geschlossen: Man stellt den Wagen vor der Mauer ab und geht zu Fuß bergauf weiter, denn die Kirche liegt ganz oben und kommt deshalb zuletzt. Museumszeiten gibt es nicht. Die Pfarrei gehört zum Vikariat Bassa Val di Magra des Bistums La Spezia-Sarzana-Brugnato, die Öffnung richtet sich nach den Gottesdiensten, am verlässlichsten am Sonntagvormittag.

Tipp der Redaktion

Drehen Sie sich auf dem Vorplatz um, bevor Sie eintreten: Von dort oben sieht man die Ebene, in der Luni lag, jene Stadt, deren Eroberung die erste Kapelle festhielt. Drinnen lohnt sich Zeit vor dem Kruzifix des 13. Jahrhunderts im dunkelsten Abschnitt des Schiffs. Eine kleine Taschenlampe hilft sehr, und der Abstand zwischen diesem bemalten Holz und dem Barock ringsum ist die Fahrt wert.

Vor Ort: Touren, Tickets und Erlebnisse

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