Almenno San Salvatore

Provinz: Bergamo · Region: Lombardei · Einwohner: 5.831 · PLZ: 24031

Der Name geht auf Lemine zurück, dessen Herkunft ungeklärt ist. In römischer Zeit war Lemine ein Pagus, den die Militärstraße von Bergamo Richtung Como durchquerte, und der wichtigste Punkt dieser Straße war die Brücke über den Brembo: aus den Trümmern hat man eine Länge von etwa 184 Metern errechnet. Sie hielt bis 1493, als ein Hochwasser des Flusses sie fortriss. Danach nahm die Volkserinnerung sie den Römern weg und gab sie den Langobarden: Sie hieß fortan Königinbrücke, und als Königin wurde Theodelinde genannt, von anderen Teutberga. Noch heute muss man unter diesem Namen fragen, um sich die wenigen Reste zeigen zu lassen.

Die Kämpfe zwischen Guelfen und Ghibellinen spalteten die Gemeinde in Lemine Inferiore und Lemine Superiore; sie endeten 1443 mit der Zerstörung des ersteren auf Befehl des Podestà von Bergamo, und stehen blieben nur die Pieve und die Kirche San Giorgio. Die letzte Teilung besorgte ein Notar: 1601 trennte eine Urkunde Almenno San Salvatore von Almenno San Bartolomeo. In der Augustinerkirche ließen die Mönche von den Antegnati aus Brescia eine Orgel bauen, eine der ganz wenigen italienischen Renaissanceorgeln gesicherter Zuschreibung, die in ihrer ursprünglichen Bauweise erhalten blieben; eine philologische Restaurierung hat sie wieder spielbar gemacht.

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