Der wichtigste römische Fund des Ortes ist ein Stein, der gereist ist. Es ist der Grabaltar des Ilumvius, und er besteht aus Granit: einem Gestein, das sich erst Hunderte von Kilometern entfernt von den Sanden und Tonen der unteren Cremoneser Ebene findet. Er ist überdies den Altären, die man rund um Este — das antike Ateste bei Padua — gefunden hat, so ähnlich, dass mehrere Forscher meinen, er könne hierher gebracht oder wiederverwendet worden sein. Auch die Tribus, in die Ilumvius eingeschrieben war, die Romilia, ist jene der Legionäre, die nach Jahrzehnten des Krieges eben in Ateste fruchtbares Land erhielten, nach 31 vor Christus. Ateste und das Cremoneser Land waren im Übrigen durch zwei große Straßen der Antike verbunden: den Po, damals weit ungestümer als heute, und die via Postumia, die eine halbe Gehstunde von hier vorbeiführte.
Der Name ist aus Wasser gemacht. Scandolara könnte von scandola kommen, einem wilden Getreide der Gegend, oder von den scandole, den Holzschindeln, die man einst zwischen Balken und Ziegel legte; die am besten gestützte Annahme aber ist das langobardische scadan, das Insel oder Land nahe einem Wasserlauf bedeutet — und das passt zu Ravara, vom lateinischen Riparia, also «an den Ufern», jenen des Po. Der Beweis liegt in den anderen Scandolare: Scandolara Ripa d'Oglio in derselben Provinz und jene Scandolara, die ein Ortsteil von Zero Branco bei Treviso ist, am Fluss Zero. Der älteste Name dieses Ortes war denn auch Scandolara Ripa di Po, später zu Riparia und schließlich, über den Cremoneser Dialekt, zu Ravara geworden. Die um 1100 über älteren Gebäuden errichtete Kirche stand wahrscheinlich auf einer Dammstraße, die das Land vor dem Fluss schützte.
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Außerhalb von Scandolara Ravara, aber als Ausflug gut erreichbar.
