Varedo

Provinz: Monza e Brianza · Region: Lombardei · Einwohner: 12.773 · PLZ: 20814

Der Name Varedo geht auf das lateinische viridetum zurück, von viridis, grün, nach dem Bewuchs, der die Gegend bedeckte; das Gelände ist flach und wird vom Seveso durchflossen, der im Wappen als blauer Wellenbalken wiederkehrt. Der übrige Schild sagt, wer hier das Sagen hatte: der Topf mit den Vipern der Markgrafen Manriquez, Inhaber des Lehens Desio, zu dem Varedo seit 1580 gehörte; das goldene Sieb der Crivelli, die das Lehen Varedo ab 1676 hielten; der ruhende Ochse und die Lilien der Bagatti Valsecchi; zwei gekreuzte Schwerter für die Agnesi, denen hier ausgedehnte Ländereien gehörten.

Die Bagatti waren 1523 gekommen, als das Mailänder Kloster Santa Maria Maddalena einem Mitglied der Familie seine Güter in Varedo überließ. Die Villa, die ihren Namen trägt, schließt eine lange Allee ab, die sich die Gemeinde mit Palazzolo Milanese teilt; Fausto und Giuseppe Bagatti Valsecchi ließen sie gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts im lombardischen Spätbarock umgestalten und verwendeten dabei die Säulen des Klosters wieder. Von den Agnesi blieben die Villa in Valera und, vor dem Rathaus, ein Metallmodell der Versiera, jener Kurve, die den Namen von Maria Gaetana Agnesi trägt.

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